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Goldschmiedekunst

Deckelpokal der Zunft zu Hausgenossen

Eckdaten

Basel, 1687

Silber gegossen und getrieben, ziseliert,

punziert, graviert, teilweise vergoldet

H. 59 cm

Inv. 1895.63.

Beschreibung

In der Zunft zu Hausgenossen in Basel waren früher die Goldschmiede, Münzer, Wechsler, Juweliere und Giesser zusammengeschlossen. So mag es auch nicht erstaunen, dass ihr Zunftschatz besonders reich an qualitätvollen Gefässen und Gerätschaften ist. Anlass zur Schenkung dieses mächtigen Deckelpokals war 1687 die Wahl von Sebastian Merian (des Erstellers) und von Peter Raillard als Sechser in den Zunftvorstand. Dass als Schaft und Deckelaufsatz ein hellebardentragender Bär mit Krone gleich zweimal auftritt, erklärt sich mit dem Namen des Zunfthauses ("zum grauen Bären") und mit dem Symbol des Zunftwappens (Krone). Seine Kunstfertigkeit als Goldschmied offenbarte Merian nicht nur in den figürlichen Treibarbeiten, sondern auch in der reichen Gravur, welche alle nicht vergoldeten Partien an Fuss, Cupa und Deckel mit Ornamentik und bildlichen Darstellungen aus dem Goldschmiedehandwerk und weiteren Zunftberufen überzieht. Blickfänge bilden die Wappen der Zunft und der beiden Stifter.

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