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Goldschmiedekunst

Pokal der Webernzunft in Gestalt eines Greifen

Eckdaten

Augsburg, 1708-1710

Philipp Jacob IV. Drentwett

Silber gegossen und getrieben, ziseliert und

graviert, teilvergoldet

H. 45,6 cm, Dm. Sockel 30, 24,6 cm

Inv. 1887.3.

Beschreibung

Unter den heraldischen Tafelaufsätzen der Basler Zünfte und Gesellschaften ist der Löwengreif mit der Weberelle in den Fängen, das Wappentier der E.E. Zunft zu Webern, eine Ausnahme: das 4,688 kg schwere Trinkgefäss mit dem überraschend kleinen Inhalt von 0,35 Litern wurde nicht von einem der fähigen einheimischen Goldschmiede gefertigt, sondern in Augsburg; die Stadt hatte damals mit rund 200 Meistern in Europa eine führende Stellung im Goldschmiedehandwerk inne. Beziehungen eines der Stifter, Johann Lucas Iselin, zur dortigen Gullmannschen Silberhandlung sind bekannt. Auf den 16 Kartuschen, die auf die Wölbung des Fusses aufgeschraubt sind, sind die Wappen, die Namen und die Zunfttitel der 1710 amtierenden Ratsherrn, Meister und Sechser graviert, die Umschrift auf dem Fussrand überliefert die Stifter des Pokals: "Einer Ehren Zunfft zu den Leinwättern und Wäbern haben disz Geschir verehrt Iohann Heinrich Sarasin, Hansz Lux Iselin und Niklaus Heuszler als die drey iungst erwehlte Sechsere Anno 1710".

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