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Objekt 13

Querspinett, J.H. Silbermann, um 1770

Beschreibung

Johann Heinrich Silbermann wurde am 24. September 1727 in Strassburg geboren und starb dort 1799 als angesehener Orgel- und Instrumentenmacher. Aus seiner im Jahr 1760 geschlossenen Ehe gingen zwei Söhne hervor, von denen der ältere, Johann Friedrich (1762 - 1805) den väterlichen Beruf erlernte.
Johann Heinrich ist der jüngste Sohn des Orgelmachers Andreas Silbermann (1678 - 1734) und der Bruder von Johann Andreas (1712 - 1783), der u.a. die Orgeln im Arlesheimer Dom und in verschiedenen Kirchen Basels wie etwa auch in der benachbarten Leonhardskirche (heute eine Rekonstruktion) gebaut hatte.
Johann Heinrich erwarb seine Kenntnisse im Saitenklavierbau hauptsächlich bei seinem Onkel Gottfried Silbermann (1683 - 1753) in Freiberg (Sachsen). Von 1742 bis 1743 arbeitete er in dessen Werkstatt und lernte dabei auch den damals ganz neuen Hammerflügel kennen. Er stellte auch selbst Hammerklaviere her und verwendete dabei eine Hammermechanik, die jener des Erfinders des Pianofortes, Bartolomeo Cristofori (1655 - 1731) entsprach.

In den 1760er Jahren spezialisierte er sich auf den Bau von Querspinetten, die weitgehend dem Modell des ausgestellten Instruments entsprechen. Die Qualität seiner Instrumente wurde von den Zeitgenossen sehr gerühmt. Er lieferte nach Deutschland, England, Lettland, Russland, Schweden und in die Schweiz.

Objektbeschreibung

Johann Heinrich Silbermann (1727–1799)

Strassburg, um 1770

Buchstabe S verschlungen in der durchbrochenen Rosette (Resonanzboden)

Nussbaum (Gehäuse, Deckel); Fichte mit durchbrochener Rosette (Resonanzboden); Messing (Saiten, F1 - As); Stahl (Saiten, A - f3)

Umfang F1 - f3; ein 8'- Register; H. 817 mm (gesamt); H. 212 mm; B. 1140 mm; T. 645 mm (Gehäuse ohne Deckel); L. 138 mm (Wand, hinten links), 1916 mm (Mitte), 345 mm (rechts); Stichmass 480 mm; Oktavmass 160 mm

Geschenk Stadtrat Hagenbach-Merian, Basel

Inv.-Nr. 1878.9.

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