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Geschichte

Seinen Anfang nach das HMB um 1536 mit dem Amerbach-Kabinett. Aus der Sammlung von Münzen und Antiquitäten entwickelte sich über die Jahrhunderte das heutige Museum mit seinen drei Ausstellungshäusern. Aktuell umfasst die Sammlung rund 435‘000 Objekte.

Anfänge der Sammlung

Den Ursprung des HMB bildet das Amerbach-Kabinett, eine private Kunstkammer der Basler Familie Amerbach aus dem 16. Jahrhundert. Deren Sammlung, die unter anderem den Nachlass des Erasmus von Rotterdam sowie Gemälde Hans Holbeins umfasste, ging 1661 in den Besitz der Universität Basel über und wurde 1671 als eine der frühesten öffentlichen Sammlungen eines bürgerlichen Gemeinwesens im deutschsprachigen Raum der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Münzkasten von Basilius Amerbach, ⓒ Historisches Museum Basel, Peter Portner
Postkarte mit der Innenansicht der Barfüsserkirche, um 1900
Plakat zur Eröffnung des Historischen Museums Basel im Jahr 1894

Von der Kunstkammer zum Museum

Im Jahr 1849 wurden alle städtischen Sammlungen im neu erbauten Museumsgebäude an der Augustinergasse erstmals unter einem Dach vereint. Der nächste entscheidende Schritt folgte 1856 mit der Gründung der Mittelalterlichen Sammlung – die direkte Vorgängerinstitution des heutigen Museums. 1872 wurde der Verein für die Mittelalterliche Sammlung gegründet, der seit 1892 «Verein für das Historische Museum Basel» heisst. 1892 vereinigte man die Mittelalterliche Sammlung, die Antiquarische Sammlung sowie die Bestände des Basler Zeughauses unter dem neuen Namen «Historisches Museum».

Eröffnung der Barfüsserkirche

Am 21. April 1894 öffnete das Historische Museum Basel in der umfassend sanierten Barfüsserkirche– einem der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt –  seine Türen. Das Datum markiert die eigentliche Geburtsstunde des Museums als öffentliche Institution. 1904 wurde ein Teil des Gebäudes Steinenberg 4, welches 1822 als Schulhaus errichtet worden war, dem HMB für die Verwaltung, Werkstätten und Depots überlassen. Ab 1916 trägt die Institution den bis heute gültigen Namen «Historisches Museum Basel».

Wachstum und neue Standorte

Im 20. Jahrhundert wuchs das Museum sowohl inhaltlich als auch räumlich kontinuierlich. 1951 eröffnete das Haus zum Kirschgarten als Museum der Basler Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts, 1957 fand die Sammlung alter Musikinstrumente ein neues Zuhause an der Leonhardsstrasse 8. Im Jahr 1999 wurde das Musikmuseum an der Leonhardsstrasse  geschlossen und kurz darauf im Lohnhof, in den Räumlichkeiten des ehemaligen Untersuchungsgefängnisses neu eröffnet. 

Das Museum wuchs durch bedeutende Schenkungen und Stiftungen sowie Tausende von Objekten aus dem aufgelösten Gewerbemuseum Basel (1987–1994). 1981 eröffnete in Brüglingen die Kutschen- und Schlittensammlung, die später als «Kutschenmuseum» bekannt wurde. Dieses Haus schloss 2017. 

Das Museum heute

Heute bespielt das Historische Museum Basel drei Häuser: die Barfüsserkirche, das Haus zum Kirschgarten und das Musikmuseum im Lohnhof. Mit über 130 Jahren institutioneller Geschichte und Sammlungsbeständen, die bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen, bewahrt und vermittelt das Museum das kulturelle Gedächtnis der Stadt Basel – von der Archäologie über mittelalterliche Kunst bis zur Alltagskultur der Neuzeit. 2025 wurde mit der Generalinventur ein umfassendes Grossprojekt durchgeführt, um die Sammlung für die Zukunft zu erschliessen und zugänglich zu machen.

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