Objekt 426
Zwei Gedichte von Sándor Weöres
Beschreibung
Sándor Weöres, Chinesischer Tempel
Kínai Templom
Szent fönn Négy majd
kert, lenn fém mély
bő tág cseng: csönd
lomb: éj Szép, leng,
tárt jő. Jó, mint
zöld kék Hír, hült
szárny, árny, Rang, hang.
Sankt hoch Vier dann
Park, tief Stahl tief
reich weit klingt: Ruh
Laub: Nacht Schön, schwingt,
groß Kommt, Gut, wie
grün blau Ruf, kalt
Flug Fleck. Rang, Laut.
Sándor Weöres, Fabula
egy
hegy
megy.
arra megy egy másik hegy.
ordítanak ordasok:
“össze ne morzsoljatok!”
te is hegy
én is hegy,
nekünk ugyan egyre megy.
Ein
Berg
Geht.
Der andere Berg kommt ihm entgegen.
Es brüllen die Wölfe:
Zermalmt uns nicht!
Ich ein Berg,
du auch ein Berg,
uns ist es doch egal.
(Übersetzung: Barbara Frischmuth)
(Übersetzungen aus: Sándor WEÖRES, Der von Ungern: Gedichte und acht Zeichnungen, Frankfurt: Suhrkamp 1991)
EGYSZERRE KÉT ESTE VAN Es gibt zwei Nächte zur gleichen Zeit
MINDAKETTŐ FESTVE VAN beide sind gemalt
HARMADIK AZ IGAZI die dritte ist die echte
KOLDUSKÉNT ÁLL ODAKI steht draußen wie ein Bettler
[Übersetzung: Anna Dalos]