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Objekt 20

Über György Ligeti

Beschreibung

György Ligeti (1923–2006) war einer der originellsten und einflussreichsten Komponisten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Geboren in Siebenbürgen, studierte er in Klausenburg und Budapest, verliess Ungarn jedoch 1956 und liess sich in Wien nieder. Seine Kunst stand zunächst im Zeichen des Bartók-Erbes, doch bereits Anfang der 1950er Jahre interessierte er sich – trotz kultureller Isolation und Repression – stark für zeitgenössische westeuropäische Trends und begann, sich vom Stil der «Neuen Ungarischen Schule» zu entfernen. Ab 1957 arbeitete er in den Zentren der Neuen Musik Westeuropas, wo er sich in kürzester Zeit die Techniken und die Ästhetik der musikalischen Avantgarde aneignete. Ab Mitte der 70er Jahre wandte er sich zunehmend von der akademischen Avantgarde ab. Seine 1978 uraufgeführte Oper Le Grand Macabre trägt Züge der Pop-Art. Die Werke der 80er und 90er Jahre zeigen eine enorme stilistische Erweiterung. In ihnen verschmelzen vielfältigste Einflüsse zu Kompositionen mit einem ganz eigenen Klang. Trotz seiner stilistischen Wandelbarkeit bildet Ligetis Œuvre eine Einheit. Sein Schaffen ist geprägt von unstillbarem Forscherdrang, dem Überschreiten von Grenzen, der Liebe zum Absurden, Grotesken und Fantastischen, zu Illusionen und zu technischer Perfektion.

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