Objekt 11
Orgelpositiv in Kommodenform vom Basler Peter Ochs, Paris, 1783
Beschreibung
Der Staatsmann Peter Ochs (1752–1821) sang gerne Mozartarien, spielte Cembalo und Orgel. Im Jahr 1786 erwarb er das hier ausgestellte Instrument, das in Paris von Jean-Baptiste Schweickart gebaut wurde. Peter Ochs' Schwester Sybille Louise de Dietrich (1755–1806), die mit dem Strassburger Bürgermeister und Verfechter der konstitutionellen Monarchie, Baron Philipp-Frédéric de Dietrich, verheiratet war, schickte ihrem Bruder im Frühjahr 1792 die Noten des Revolutionsliedes «La Marseillaise» nach Basel. Kurz zuvor war es in ihrem Haus uraufgeführt worden. Es ist gut vorstellbar, dass das Lied auf dieser Orgel zum ersten Mal im Ausland erklang.
Objektbeschreibung
Jean-Baptiste Schweickart (1751–1819)
Paris, 1783, datiert
Umfang C-a3 (58 Tasten)drei Register:Flöte 8', d-a3 offen, C-d mit Bourdon kombiniert; Bourdon 8', dedackt; Flöte 4', dedackt, c1-a3Stimmton a1=400 Hz
Stimmung ungleichschwebend temperiert
Kirschbaumholz, Seide, Elfenbein, Fichtenholz
Inv. 1971.23.
Das Instrument war in Besitz des damals über die Grenzen bekannten Basler Staatsmannes Peter Ochs (1752-1821), der es in Paris erworben hatte. Es blieb in der Familie bis ins Jahr 1935, als sein Ururenkel die Orgel dem Museum überliess.