Objekt 2206
Getrennt und doch verbunden – Das Verhältnis der beiden Basel
Beschreibung
1833 wurde Basel durch Beschluss der Eidgenössischen Tagsatzung in zwei Kantone geteilt.
In den Kämpfen vor der Kantonsteilung verloren ungefähr 100 Menschen ihr Leben.
1833 standen 3‘500 Bandwebstühle auf der Landschaft, auf denen in Heimarbeit für die städtischen Kaufleute produziert wurde.
Zwischen 1936 und 2014 kam es zu sechs kantonalen Abstimmungen rund um eine Fusion der beiden Basel.
1936 und 1958 stimmten beide Kantone einer Initiative zur Wiedervereinigung zu.
Die beiden Basel haben zusammen eine Fläche von rund 555 km². Davon entfallen 7% auf den Kanton Basel-Stadt, 93% auf den Kanton Basel-Landschaft.
Ende 2018 lebten in Basel-Stadt 200‘256 und in Baselland 289‘174 Personen.
Täglich pendeln rund 44‘000 Personen aus Baselland nach Basel-Stadt, rund 16‘000 Personen pendeln aus dem Stadtkanton in den Kanton Basel-Landschaft.
2014 rechneten Wirtschaftsverbände für den Fall einer Fusion der beiden Basel mit jährlichen Einsparungen von bis zu 400 Millionen Franken.
Der «Vertrag über die Kremation von Leichen aus dem Kanton Basel-Landschaft» von 1949 war eine der ersten Vereinbarungen zwischen den beiden Basel.
Das Baselbieterlied entstand 1887 in Basel.
Objektbeschreibung
<h4>Symbolisch wiedervereinigt</h4>
<p>Trotz der Kantonstrennung von 1833 sind Basel-Stadt und Basel-Landschaft
bis heute eng miteinander verbunden. Immer wieder wird daher auch die
politische Einheit gesucht. Seit 1936 kam es zu sechs kantonalen Abstimmungen
rund um eine Kantonsfusion, letztmals 2014. Die selbstkreierte
Fahne vom ‹jungen grünen bündnis nordwest› stammt aus diesem letzten
Abstimmungskampf. Sie begleitete diverse Veranstaltungen, darunter zwei
Fahrradtouren durch die Region, bei denen für mehr Einheit, eine politisch
starke Region Basel und eine schlankere Verwaltung geworben wurde.</p>
<p class="adddivider">
<span>Fusionsfahne 2014</span>
<span>Liestal, 2014</span>
<span>Hersteller: Dominik Beeler, Liestal</span>
<span>Leinengewebe, Textilfarbe</span>
<span>Geschenk Dominik Beeler, Liestal</span>
<span>Inv. 2018.1027.</span>
</p>