Haus zum Kirschgarten
Einblicke in das Leben des Basler Bürgertums
Wenn Sie im Haus zum Kirschgarten die Eingangshalle betreten, spüren Sie sogleich die Präsenz des frühklassizistischen Gebäudes. Zwischen 1775 und 1780 liess sich der bei Baubeginn erst 25-jährige Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Burckhardt ein Stadtpalais bauen, das seine soziale Stellung sichtbar machte. Heute vermittelt das Museum, wie das Basler Bürgertum im 18. und 19. Jahrhundert wohnte.
Highlights
- Basler Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts
- Uhren
- Wissenschaftliche Instrumente
- Keramik und Fayencen
- Spielzeug und Puppenhäuser
Virtueller Rundgang
Programm im Haus zum Kirschgarten
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Mi 5.8.202616 bis 16.45 Uhr
Happy Hour: Auf Spurensuche
Dauerausstellungen, Deutsch, Freier EintrittDer Basler Handelsherr Johann Rudolf Burckhardt liess das Haus zum Kirschgarten 1775–1780 erbauen. In den bürgerlichen Lebensräumen des ausgehenden Ancien Régime machen wir uns auf Spurensuche nach dem Besonderen und dem Alltäglichen.
FührungHaus zum Kirschgarten -
Mi 12.8.202616 bis 16.45 Uhr
Happy Hour: 50 Räume
Dauerausstellungen, Deutsch, Freier EintrittErkunden Sie die Räume des Stadtpalais, das die Familie des Seidenbandfabrikanten Johann Rudolf Burckhardt vor 240 Jahren bewohnte. Sie erfahren, wie eine reiche Familie lebte, womit die Kinder spielten und welche Aufgaben Bedienstete hatten.
FührungHaus zum Kirschgarten -
So 6.9.202614 bis 15 Uhr
Tea Time und Kaffeeduft – Genüsse aus Tee-Urne und Filtrier-Kanne
Dauerausstellungen, Deutsch, Freier EintrittDer Pavillon des Haus zum Kirschgarten wird zum Salon, in dem Damen und Herren in historischen Gewändern die einst exotischen Modegetränke zubereiten. Originales Porzellan und Silbergerät aus der Zeit um 1800 bilden den stimmungsvollen Rahmen. Dargeboten wird das zauberhafte Schauspiel vom Basler Verein Les Soirées Amusantes.
FührungHaus zum Kirschgarten
Geschichte des Hauses zum Kirschgarten
Das 1775 bis 1780 erbaute Haus zum Kirschgarten markiert einen Höhepunkt der Profanarchitektur der Louis-Seize-Zeit am Oberrhein. Für einen Basler Kaufmannssitz stellt es einen ungewöhnlichen Anspruch zur Schau. Bemerkenswert sind die fein gegliederte Sandsteinfassade mit dem dreiachsigen Portikus, die Durchfahrt mit gekuppelten Säulen und das grossräumige Treppenhaus. Bauherr war der damals erst 25jährige Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Burckhardt. In dem noch jüngeren Ulrich Büchel-Fatio fand er einen am neuesten Geschmack orientierten Basler Architekten. Bereits 1797 zog sich Johann Rudolf Burckhardt auf sein Landgut zurück. Mehrmaliger Besitzerwechsel bis zur Museumsnutzung (Bestimmung 1933, Eröffnung 1951) brachten den Verlust des Inventars und Veränderungen der Raumaufteilung mit sich.
So gibt der heutige Zustand nur ein fragmentarisches Bild von der ursprünglichen Innenausstattung des Stadtpalais. Erhalten sind die Hauptraumfolge mit Treppenhaus, Vorplatz und grossem Salon, jeweils mit der stuckierten Wanddekoration, im Erdgeschoss die ehemalige Bibliothek sowie drei Zimmer im 2. Obergeschoss, nämlich die grüne Täferstube, die Burckhardtsche Schlafstube und das 1780 datierte Rosenboudoir. Doch sind alle Räume ohne ihre ursprüngliche bewegliche Einrichtung, die auch nicht dokumentiert ist.
Im Ausstellungskonzept wird das erste Basler Wohnmuseum im Segerhof fortgesetzt. Dieser Kaufmannssitz, den Frl. Marie Burckhardt mit seinem Inventar 1923 der Stadt vermacht hatte, wurde 1934 abgebrochen. Das quasi authentische, an einer Basler Familie dokumentierte Beispiel einer gewachsenen Einrichtung ging dabei nicht ganz verloren. Aus dem Segerhof wurden vier Räume ganz oder teilweise in das Museum hinübergerettet: die Visitenstube, das Esszimmer, der graue Saal und die Küche (alle 2. Obergeschoss).