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Haus zum Kirschgarten

Einblicke in das Leben des Basler Bürgertums

Wenn Sie im Haus zum Kirschgarten die Eingangshalle betreten, spüren Sie sogleich die Präsenz des frühklassizistischen Gebäudes. Zwischen 1775 und 1780 liess sich der bei Baubeginn erst 25-jährige Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Burckhardt ein Stadtpalais bauen, das seine soziale Stellung sichtbar machte. Heute vermittelt das Museum, wie das Basler Bürgertum im 18. und 19. Jahrhundert wohnte.

Highlights

  • Basler Wohnkultur des 18. und 19. Jahrhunderts
  • Uhren
  • Wissenschaftliche Instrumente
  • Keramik und Fayencen
  • Spielzeug und Puppenhäuser

Virtueller Rundgang

Programm im Haus zum Kirschgarten

  • 10.6.2026
    10 bis 12 Uhr

    Mittwoch-Matinée: Vom «Gehen der Zeit»

    Deutsch, CHF 10.–

    Die Uhrensammlung des HMB besteht aus bemerkenswerten Zeitmessern. Auf dem Rundgang werden die Fingerfertigkeit der Uhrmacher:innen sichtbar und historische Kontexte lebendig. Im Uhren-Atelier kann zudem mit viel Kreativität eine eigene Uhr gestaltet und mit nach Hause getragen werden

    Führung
    Haus zum Kirschgarten
  • 10.6.2026
    12.30 bis 13.15 Uhr

    Bürgerliche Tischkultur – Kostbares Geschirr auf Basler Tafeln

    Dauerausstellungen, Deutsch, Eintritt

    Basel war schon vor über 200 Jahren für sein reiches Angebot an Speisen bekannt. Der Rundgang lädt ein, historische Tischsitten des Basler Bürgertums kennenzulernen. Eine Kooperation mit dem Museum Kleines Klingental im Rahmen der Sonderausstellung «Basel auf dem Teller - Kulinarische Stadtgeschichte(n)».

    Führung
    Haus zum Kirschgarten
  • 10.6.2026
    14 bis 17 Uhr

    Tierisches Atelier – Kirschenjagd mit Papagei Joru

    Familien, Dauerausstellungen, Deutsch, Eintritt

    Gemeinsam mit dem Papagei Joru suchen wir versteckte Tiere im Haus zum Kirschgarten. Wir basteln, malen, spielen und erkunden miteinander die vornehmen Räume aus einem früheren Jahrhundert. Feste Startzeiten gibt es keine – einfach vorbeischauen und mitmachen!

    Familienprogramm
    Haus zum Kirschgarten

Geschichte des Hauses zum Kirschgarten

Das 1775 bis 1780 erbaute Haus zum Kirschgarten markiert einen Höhepunkt der Profanarchitektur der Louis-Seize-Zeit am Oberrhein. Für einen Basler Kaufmannssitz stellt es einen ungewöhnlichen Anspruch zur Schau. Bemerkenswert sind die fein gegliederte Sandsteinfassade mit dem dreiachsigen Portikus, die Durchfahrt mit gekuppelten Säulen und das grossräumige Treppenhaus. Bauherr war der damals erst 25jährige Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Burckhardt. In dem noch jüngeren Ulrich Büchel-Fatio fand er einen am neuesten Geschmack orientierten Basler Architekten. Bereits 1797 zog sich Johann Rudolf Burckhardt auf sein Landgut zurück. Mehrmaliger Besitzerwechsel bis zur Museumsnutzung (Bestimmung 1933, Eröffnung 1951) brachten den Verlust des Inventars und Veränderungen der Raumaufteilung mit sich.

So gibt der heutige Zustand nur ein fragmentarisches Bild von der ursprünglichen Innenausstattung des Stadtpalais. Erhalten sind die Hauptraumfolge mit Treppenhaus, Vorplatz und grossem Salon, jeweils mit der stuckierten Wanddekoration, im Erdgeschoss die ehemalige Bibliothek sowie drei Zimmer im 2. Obergeschoss, nämlich die grüne Täferstube, die Burckhardtsche Schlafstube und das 1780 datierte Rosenboudoir. Doch sind alle Räume ohne ihre ursprüngliche bewegliche Einrichtung, die auch nicht dokumentiert ist.

Im Ausstellungskonzept wird das erste Basler Wohnmuseum im Segerhof fortgesetzt. Dieser Kaufmannssitz, den Frl. Marie Burckhardt mit seinem Inventar 1923 der Stadt vermacht hatte, wurde 1934 abgebrochen. Das quasi authentische, an einer Basler Familie dokumentierte Beispiel einer gewachsenen Einrichtung ging dabei nicht ganz verloren. Aus dem Segerhof wurden vier Räume ganz oder teilweise in das Museum hinübergerettet: die Visitenstube, das Esszimmer, der graue Saal und die Küche (alle 2. Obergeschoss).

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