Barfüsserkirche
Geschichte mitten in der Stadt
Bereits seit 1894 dient die Barfüsserkirche als Museum für Basler Geschichte. Die ausgestellten Werke reichen von archäologischen Funden über Kunstwerke aus Mittelalter und Renaissance bis hin zu Objekten der Gegenwart. Sonderausstellungen verbinden die reiche Sammlung des HMB mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Erleben Sie Basels Geschichte an einem besonderen Ort mitten in der Altstadt.
Highlights
- Zeitsprünge – Basler Geschichte in Kürze
- Basler Münsterschatz
- Basler Totentanz
- Bildteppiche des Mittelalters
- Kunstkammer der Renaissance
- Archäologie in Basel
Virtueller Rundgang
Programm in der Barfüsserkirche
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20.5.202612.30 bis 13.15 Uhr
Zahm und wild – Einblick in die Sammlung der mittelalterlichen Bildteppiche
Dauerausstellungen, Deutsch, EintrittDie in der Dauerausstellung präsentierten kostbaren Bildteppiche sind ein wichtiges Zeugnis oberrheinischer Textilkunst. Der geführte Rundgang mit Kuratorin Bettina Giersberg gibt einen Einblick in diese mittelalterlichen Bildwelten und die Kunst der Wirker: innen.
FührungBarfüsserkirche -
20.5.202614 bis 17 Uhr
Kinderatelier in «Schatzfunde»
Familien, Schatzfunde, Deutsch, EintrittDie Kinder lüften gemeinsam mit ihren erwachsenen Begleitpersonen Geheimnisse rund um Schätze aus der Region Basel. Unterstützt werden sie dabei vom Vermittlungsteam des Museums, das spielerisch Wissen vermittelt und zum Mitmachen anregt.
Schatzfunde – versteckt, verschollen, entdecktWorkshopBarfüsserkirche -
21.5.202618 bis 19 Uhr
Münzschätze aus der Region Basel
Schatzfunde, Deutsch, EintrittSagenhafte Schätze werden oft in Form von Bergen von Münzen dargestellt. Bekannte Beispiele sind der Schatz des Drachens Smaug in «Der Hobbit», die Schätze aus Piratenfilmen oder der Tresor von Dagobert Duck. Auch wenn es sich dabei um Fantasiegeschichten handelt, steckt doch ein Funken Wahrheit darin. Genau auf diesen Aspekt fokussiert diese Führung.
Schatzfunde – versteckt, verschollen, entdecktFührungBarfüsserkirche
Geschichte der Barfüsserkirche
1231 liessen sich die Franziskaner in Basel nieder. Der Basler Bischof schenkte den Barfüssermönchen, wie man den Orden nannte, 1250 Bauland an der Stadtmauer, wo bis 1256 ein Kloster samt Kirche entstand. Schon nach wenigen Jahren kam es zum Neubau (1275 bis 1309). Die zweite Barfüsserkirche verschob sich nach Norden und fiel mit 80 Meter Länge deutlich grösser als die erste aus, zudem stand sie auf einer 2 Meter hohen Kiesaufschüttung (darum liegen die Überreste der ersten Kirche heute im Untergeschoss).
Mit der Reformation 1529 ging das Kloster in den Besitz der Stadt über. Der Klosterfriedhof wurden zum Barfüsserplatz, das Kloster barg Teile des Spitals, der Armenpflege und Schulen – um den Kreuzgang lag das Irrenhaus. Die Kirche blieb bis 1794 ein reformiertes Gotteshaus, nachdem man den mit einer Bretterwand abgetrennten Chor zum Getreidespeicher umgewandelt hatte. Ab 1795 diente die Kirche als Lagerhaus und von 1799 bis 1815 als Salzlager – gut 300 Tonnen Salz versickerten im Boden der Kirche. 1843 begann der Abbruch des Klostes und 1845 bis 1865 befand sich das städtische Kaufhaus auf dem Areal.
Unrealisierte Pläne für die Kirche waren: Abbruch, Teilabbruch, Schulhaus, Schwimmhalle, Bibliothek oder Staatsarchiv, Markthalle oder Turnhalle. Zwischenzeitlich diente der Bau als Postlokal, Ankenmarkt, Pfandleihanstalt, Gantlokal und weiterhin als Lagerhalle. Mangels konkretem Plan und Zuständigkeit liess man den Bau verlottern. 1888 wurde die Kirche der Eidgenossenschaft als Standort des geplanten Nationalmuseums angeboten – mit dem Zuschlag an Zürich war die Kirche erneut ohne Aufgabe.
Basel entschied sich für die Einrichtung des Historischen Museums in der Barfüsserkirche und liess diese 1890 bis 1894 umbauen. 1964 hatten die Salzschäden (Salzlager 1799 bis 1815) ein bedrohliche Ausmass angenommen und so folgte 1975 bis 1981 eine Totalsanierung, wobei man aus der Not eine Tugend machte und der Kirche ein Untergeschoss einbaute. Das Museum gewann so an Ausstellungsfläche für seine wachsende Sammlung.