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Barfüsserkirche

Geschichte mitten in der Stadt

Bereits seit 1894 dient die Barfüsserkirche als Museum für Basler Geschichte. Die ausgestellten Werke reichen von archäologischen Funden über Kunstwerke aus Mittelalter und Renaissance bis hin zu Objekten der Gegenwart. Sonderausstellungen verbinden die reiche Sammlung des HMB mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen. Erleben Sie Basels Geschichte an einem besonderen Ort mitten in der Altstadt.

Highlights

  • Zeitsprünge – Basler Geschichte in Kürze
  • Basler Münsterschatz
  • Basler Totentanz
  • Bildteppiche des Mittelalters
  • Kunstkammer der Renaissance
  • Archäologie in Basel

Virtueller Rundgang

Programm in der Barfüsserkirche

  • 17.6.2026
    14 bis 17 Uhr

    Schatzfunde-Atelier – Geheimnisse rund um Schätze aus der Region Basel lüften

    Familien, Schatzfunde, Deutsch, Eintritt

    Kinder entdecken gemeinsam mit ihrer erwachsenen Begleitperson Geheimnisse rund um Schätze der Region Basel. Unterstützt werden sie vom Vermittlungsteam des HMB, das spielerisch an Wissen heranführt und zum Mitmachen anregt.

    Familienprogramm
    Barfüsserkirche
  • 21.6.2026
    11 bis 12 Uhr

    Schatzfunde – 25 spektakuläre Funde der Region

    Schatzfunde, Deutsch, Eintritt

    Keltischer Goldschmuck, im Rhein versenkte Diebesbeute oder einer der grössten römischen Silberschätze Europas. Dieser Rundgang durch die Sonderausstellung führt Sie auf die Spuren der 25 spektakulärsten Schatzfunde der Region Basel.

    Schatzfunde – versteckt, verschollen, entdeckt
    Führung
    Barfüsserkirche
  • 28.6.2026
    18.15 bis 19.15 Uhr

    ReRenaissance-Basel – Lieder für eine mysteriöse Dame

    Deutsch, Kollekte

    In nicht weniger als fünf Liedern von Antoine Busnois (c1435–1492) begegnet uns entweder in Andeutung oder als Akrostichon ein vollständiger Name: Jaqueline d’Haqueville. Auch wenn wir sie nicht eindeutig identifizieren können, war diese Dame offenbar Anlass für Busnois, sehr ungewöhnliche und ungeheuer ausdrucksstarke Lieder zu komponieren.

    ReRenaissance
    Event
    Barfüsserkirche

Geschichte der Barfüsserkirche

1231 liessen sich die Franziskaner in Basel nieder. Der Basler Bischof schenkte den Barfüssermönchen, wie man den Orden nannte, 1250 Bauland an der Stadtmauer, wo bis 1256 ein Kloster samt Kirche entstand. Schon nach wenigen Jahren kam es zum Neubau (1275 bis 1309). Die zweite Barfüsserkirche verschob sich nach Norden und fiel mit 80 Meter Länge deutlich grösser als die erste aus, zudem stand sie auf einer 2 Meter hohen Kiesaufschüttung (darum liegen die Überreste der ersten Kirche heute im Untergeschoss).

Mit der Reformation 1529 ging das Kloster in den Besitz der Stadt über. Der Klosterfriedhof wurden zum Barfüsserplatz, das Kloster barg Teile des Spitals, der Armenpflege und Schulen – um den Kreuzgang lag das Irrenhaus. Die Kirche blieb bis 1794 ein reformiertes Gotteshaus, nachdem man den mit einer Bretterwand abgetrennten Chor zum Getreidespeicher umgewandelt hatte. Ab 1795 diente die Kirche als Lagerhaus und von 1799 bis 1815 als Salzlager – gut 300 Tonnen Salz versickerten im Boden der Kirche. 1843 begann der Abbruch des Klostes und 1845 bis 1865 befand sich das städtische Kaufhaus auf dem Areal.

Unrealisierte Pläne für die Kirche waren: Abbruch, Teilabbruch, Schulhaus, Schwimmhalle, Bibliothek oder Staatsarchiv, Markthalle oder Turnhalle. Zwischenzeitlich diente der Bau als Postlokal, Ankenmarkt, Pfandleihanstalt, Gantlokal und weiterhin als Lagerhalle. Mangels konkretem Plan und Zuständigkeit liess man den Bau verlottern. 1888 wurde die Kirche der Eidgenossenschaft als Standort des geplanten Nationalmuseums angeboten – mit dem Zuschlag an Zürich war die Kirche erneut ohne Aufgabe.

Basel entschied sich für die Einrichtung des Historischen Museums in der Barfüsserkirche und liess diese 1890 bis 1894 umbauen. 1964 hatten die Salzschäden (Salzlager 1799 bis 1815) ein bedrohliche Ausmass angenommen und so folgte 1975 bis 1981 eine Totalsanierung, wobei man aus der Not eine Tugend machte und der Kirche ein Untergeschoss einbaute. Das Museum gewann so an Ausstellungsfläche für seine wachsende Sammlung.

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