Objekt 1165
Insulinkur
Beschreibung
Insulin wurde in der Psychiatrie verschiedentlich eingesetzt – sei es zur Förderung des Appetits oder zur Beruhigung. Unbeabsichtigt ausgelöste Unterzuckerungskomas führten zu einer Verbesserug des psychischen Zustandes. Diese Beobachtung war die Grundlage der Insulinkur. Hierbei wurde den Patient:innen Insulin gespritzt und damit gezielt ein Koma ausgelöst. Danach bekamen sie per Sonde eine Zuckerlösung, die sie aus dem Koma wieder herausholte. Die Methode war risikoreich und es kam immer wieder zu Todesfällen. Mit dem Aufkommen der Psychopharmaka verlor die Insulinkur an Bedeutung. Wenn alle anderen Methoden versagten, wurde sie jedoch noch bis Ende der 1960er-Jahre angewendet.
Objektbeschreibung
Insulinverpackungen
Inv. 2018.471.
Injektionsspritzen
Inv. 2018.474.
Injektionsnadeln
Inv. 2018.475.
Nierenschale
Inv. 2018.477.
Gefäss aus Email für die Verabreichung einer Zuckerlösung per Magensonde
Inv. 2018.521.