Objekt 10
Hammerflügel von Pierre Erard, 1832
Beschreibung
Dieser Hammerflügel kam am 26. Mai 1832 in das Pariser Verkaufs-Magazin von Erard. Erst am 7. Juni 1848 wurde er an Herrn Socin-Werthemann nach Basel verkauft. Das Instrument verblieb daraufhin in Basel bis es in das Historische Museum Basel gelangte.
Er wurde knapp ein Jahr nach dem Tod des berühmten Firmengründers Sébastien Erard (1752 - 1831) unter der Firmenleitung seines Neffen Pierre Erard (1794 - 1855) fertiggestellt.
Die stabile Eichenkonstruktion ist durch ein Metallspreizen-System über den Saiten verstärkt. Pierre Erard hatte im Jahr 1825 ein Patent auf ein solches System erhalten. Die Metallspreizen sind röhrenförmig gestaltet und durch Bolzen, welche durch Aussparungen im Resonanzboden hindurchgehen, mit den Holzbalken im Instrumenteninneren verbunden.
Die Mechanik entspricht der von Pierre Erard im Jahr 1821 patentierten Doppel-Repetitionsmechanik, die im Prinzip noch heute in modernen Flügeln gebraucht wird.
Die Unterdämpfung, bei der die Dämpfer von unten durch ein entsprechendes Hebelwerk mit Federn an die Saiten gepresst werden, wurde von der Firma Erard bereits 1808 patentiert.
Objektbeschreibung
Pierre Erard (1794–1855)
Paris, 1832
Erard (Tusche, Vorsatzbrett); Nr. 13076 (Rahmen, links)
Mahagoni-Furnier, gespiegelt (Gehäuse)
Umfang C1 - g4; Stosszungenmechanik; Unterdämpfung
zwei Pedale: una corda (l.), Dämpferhebung (r.)
H. 976 mm (gesamt); H. 334 mm; B. 1228 mm; L. 2318 mm (Gehäuse); Stichmass 487 mm; Oktavmass 162 mm
Inv. Nr. 1970.3265.
Geschenk Familie Mattmüller, Basel