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Objekt 9300

Eherne Bildnisse

Beschreibung

Die Porträt-Medaille nördlich der Alpen

Die Kunstform der Medaille wurde zunächst nur in Italien gepflegt. Ab 1500 liessen Fürsten nördlich der Alpen Schautaler in ihren Münzstätten prägen: Sie dienten der Selbstdarstellung und als fürstliches Geschenk, nicht dem Geldumlauf.

Bald folgten Humanisten wie Willibald Pirckheimer (1517) und Erasmus von Rotterdam (1519) und verwendeten Gussmedaillen als Geschenk und Objekt gelehrter Diskussionen. Bildhauer wie Hans Schwarz, Friedrich Hagenauer, Matthes Gebel und Jakob Stampfer schufen ab 1518 zahlreiche Porträt-Medaillen für Fürsten, Herren und Bürger: Medaillen wurden Mode.

Die scharfen Konturen der «Contrafecten-» oder «Bildnus-Müntz» genannten Medaillen kommen von der Arbeit mit Holz- und Steinmodellen als Vorlage. In Italien blieb hingegen das Modellieren der Vorlage in Wachs üblich.

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