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Objekt 3013

Drei Wappenscheiben von Kirchenfürsten

Beschreibung

Wappenscheibe des Laurenz von Heidegg

Laurenz von Heidegg war Abt des Klosters Muri (Aargau) von 1508 bis 1549. In Form einer Wappenpyramide präsentiert die Scheibe die gegeneinander gelehnten Wappen von Muri und Heidegg, überhöht vom Schild der Habsburger, unter deren Schutz das Kloster stand. Der schildhaltende Engel ist mit einem Blattkranz gekrönt. Die Krümme des Abtsstabes umschliesst das Evangelistensymbol des Markuslöwen. Das fahnenartig am Stab befestigte Tuch ist ein Sudarium oder Pannisellus (Schweisstuch), mit dem der Abt den Schaft umgriff.


Wappenscheibe des Claude d’Allenge

Der Waadtländer Claude d‘Allenge(† 1526) war der vorletzte Prior des 1529 aufgehobenen Basler Benediktinerklosters St. Alban. Gegenüber des Basler Wappens findet sich oben links auch das Berner Wappen, da d’Allenge zugleich Propst der Abtei St. Johannsen in Erlach (Kanton Bern) war. Auf seinen Rang als Propst verweist der schwarze Hut über dem Schild. Als Vorbild für die Putten im Kopfstück diente ein Entwurf des 1480/85 geborenen Strassburger Künstlers Hans Wechtlin (Historisches Museum Bern). Wappen und Rahmen gehen offensichtlich auf zwei verschiedene entwerfende Hände zurück.


Wappenscheibe des Laurenz von Heidegg

Die Scheibe zeigt das Wappen eines geistlichen Würdenträgers der oberrheinischen Familie von Hewen, die in der Schweiz und in der Diözese Konstanz mehrere hohe Kirchenämter innehatte.

Bemerkenswert sind der feingestaltete wappenhaltende Engel im Chormantel, die fliessende Helmdecke und die belebte Helmzier in Gestalt des Steinbocks.

Objektbeschreibung

Wappenscheibe des Laurenz von Heidegg

Basel (?), 1.Viertel 16. Jh.

Inv. 1889.73.

Wappenscheibe des Claude d’Allenge

Basel, 1525

Inv. 1932.1110.

Wappenscheibe des Laurenz von Heidegg

Entwurf: Umkreis des «Hausbuchmeisters» (tätig um 1470–1505)

Oberrhein, um 1500

Inv. 1923.245.

Ankauf mit Beiträgen des Bundes und der Gottfried Keller­ Stiftung

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