Objekt 3
Zwei Ruinenlandschaften
Beschreibung
Die beiden grossen Gemälde mit Ruinenlandschaften fertigte der renommierte französische
Landschaftsmaler Hubert Robert in Paris. Die eine Ansicht zeigt eine Seenlandschaft mit ruinöser Brunnenarchitektur, einem Obelisken und einer Figurenstaffage im Vordergrund. Am Sockel der Brunnenfigur hat der Maler mit sein Werk «H.ROBER(T)» signiert. Das andere Werk führt die Ruine eines mehrschiffigen römischen Gewölbebaus vor Augen, deren Räume teilweise mit Wasser geflutet sind. Roberts Ruinenlandschaften spiegeln das neu erwachte Interesse an den Bauten der römischen Antike wieder. Diese Ideallandschaften sind Beispiele für den Repräsentations- und Bildungsanspruch wohlhabender Basler Familien des Ancien Régime, die zeitgenössische Malerei aus der Metropole Paris zur Ausstattung ihrer Stadtpaläste sammelten. Der Basler Seidenbandfabrikant Achilles Weiss-Ochs (1725–1792) bestellte sie für seinen Stadtsitz, den «Württembergerhof». Vermittler war der Basler Kupferstecher und Kunsthändler Christian von Mechel (1737–1817).
Objektbeschreibung
Maler: Hubert Robert (1733–1808)
Ölmalerei auf Leinwand; Louis XVI-Rahmen, mit Blatt- und Perlstab verziert: Holz, altvergoldetet
Paris, um 1770
Geschenk Novartis International AG / Sandoz AG, Basel
1950.467.a.-b.