Zelle 31
Singende Mitbewohner
Beschreibung
Die Faszination am Zwitschern und Tirilieren von Vögeln reicht weit zurück. Sie veranlasste bereits die Menschen in der Antike, die Vogellaute als «Gesang» zu bezeichnen. Im 16. Jahrhundert fanden Vogelstimmen Eingang in die Werke von Komponisten und wurden mit Instrumenten nachgeahmt. Ausserdem wurde der Vogelgesang in frühen wissenschaftlichen Schriften mit musikalischen Kategorien beschrieben.
Um das Singvermögen der heimischen Stubenvögel zu fördern, entwickelten Vogelliebhaberinnen und Vogelliebhaber verschiedene Praktiken der Dressur. Mit speziell angefertigten Vogelflöten und Vogelorgeln sollten die Singvögel zur Nachahmung von populären Liedern animiert werden. Bis heute sind Stubenvögel beliebte singende Mitbewohner.