Objekt 21
Schellenbaum
Beschreibung
Ein klingendes Prunkstück der Militärmusik: Mit Halbmond, Glöckchen, Sternen und Wedeln wurde der Schellenbaum bei Paraden getragen. Sein Klang entstand allein durch Bewegung – ein festliches Signal militärischer Pracht.
Ursprünglich stammt das Instrument aus dem Osmanischen Reich und war Teil der Musik der Janitscharen, deren lebhafte Marschmusik mit Basstrommel, Zimbeln und Triangel ganz Europa faszinierte. Im 18. Jahrhundert übernahmen europäische Heere diese Klänge – als Symbol militärischer Stärke und im Stil der populären „alla turca“-Musik.
Auch in der klassischen Musik fanden diese Klangelemente ihren Platz. So wurde die «Türkische Musik» bald fester Bestandteil von Militär- und Platzkonzerten – und schließlich zum bleibenden Einfluss auf die westliche Orchesterkultur.
Objektbeschreibung
Hersteller unbekannt
Ort ?, 1. Hälfte 19. Jahrhundert
Halbmond mit Rosshaar-Wedel, Glöckchen und Sternen; Reif mit 16 Rasselkörpern: Glöckchen, Rollschellen, Sterne; oben noch einmal ein Halbmond mit Sternen und Glöckchen, auf der Spitze eine Glocke.
Material: Eisen, Haar, Holz, Messing
H. 132 cm, B. 48 cm
Geschenk Paul Sacher, Basel, Inv.-Nr. 1956.551.