Objekt 26
Säulchensonnenuhr mit Gehäuse
Beschreibung
Säulchensonnenuhren, auch Zylindersonnenuhren genannt, waren bis in die Neuzeit hinein verbreitet und beliebt. Die Benutzung ist von der Nord-Südrichtung unabhängig, was einen Kompass verzichtbar macht. Der zylinderförmige Körper hat einen drehbaren Kopf mit oft einklappbarem Schattenwerfer. Rund um den Zylinder sind oben und unten jeweils 2 Ringe mit Monats- und Tagesdaten für das erste und zweite Halbjahr eingezeichnet. Von diesen Daten gehen senkrechte Linien aus. In der Waagrechten sind kurvenartige Stundenlinien gezeichnet. Die Schnittpunkte der Datums- und Stundenlinien geben die Stunden an. Die ohnehin bescheidene Genauigkeit der Zeitangabe schwankt mit der Tages- und Jahreszeit. Der Zylinder dieser Sonnenuhr befindet sich in einem siebeneckigen, mit Monaten, Tagen, Planeten und Wochentagen bezeichneten Gehäuse in drei Teilen. Die 1 (für ein Uhr) als Mittagslinie verweist auf die bis 1798 geltende «Basler Zeit».
Objektbeschreibung
18. Jh.
Holz mit Brandstempel (Ziffern, Wörter, Buchstaben), Gnomon unter dem oberen Gehäuseteil verborgen
Geschenk H. Häusser-Stromboli, Florenz
Inv. 1951.935.