Objekt 3070
Kopie: Goldene Altartafel
Beschreibung
Das Original der Goldenen Altartafel ist heute im Musée National du Moyen Age – Thermes et Hôtel de Cluny in Paris ausgestellt. Dieses Hauptwerk der ottonischen Goldschmiedekunst gilt als ein Geschenk Kaiser Heinrichs II. zur Weihe des Basler Münsters im Jahre 1019.
Die Goldene Altartafel wurde 1836 in Liestal versteigert, dabei scheiterte der Rückerwerb für die Stadt Basel an einem Missverständnis. Erst achtzehn Jahre später gelang dem damaligen Besitzer, Victor Theubet, der Verkauf an den französischen Staat für 50'000 Francs. Der 1838 angefertigte Gipsabguss gelangte 1881 in die Mittelalterliche Sammlung und ist seit 1894 in der Barfüsserkirche ausgestellt.
Unter der mittleren Säulenarkade steht Christus als Herrscher mit Segensgestus, zu seinen Füssen als Stifter Heinrich II. und Kunigunde. Christus wird flankiertvon dem hl. Benedikt und den Erzengeln Michael, Gabriel und Raphael.
Die Zwickelmedaillons stellen die Kardinaltugenden Klugheit, Gerechtigkeit, Mässigung und Tapferkeit dar. Die Inschrift unter- und oberhalb der Heiligen lautet in der Übersetzung: «Wer ist wie Gott ein starker Arzt, ein gesegneter Heiland? Sorge, milder Mittler, für die menschlichen Wesen.»
Objektbeschreibung
Basel, 1838
Johann Heinrich Neustück (1802-1886) und Mathias Grell (?)
1904.369.
Geschenk Emanuel Vest und Geschwister Servert (Erben von Victor Theubet)