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Objekt 14

Hammerflügel, Augsburg, 1792

Beschreibung

Der Hammerflügel trägt die Signatur des Augsburger Klavierbauers Johann Andreas Stein und die Datierung 1791 in Form eines gedruckten Zettels auf dem Resonanzboden. Die letzte Ziffer der Jahreszahl ist mit einer 2 in Tusche überschrieben.

Das Instrument wurde in Steins Todesjahr fertiggestellt, vermutlich von seiner Tochter Nannette und unter Mithilfe seines Sohnes Matthäus Andreas. Diese verwendeten noch bis 1794 die bestehenden Kupferstichvignetten des Vaters mit der Jahreszahl 1791 und überschrieben jeweils die letzte Ziffer mit dem aktuellen Datum der Fertigstellung des Instruments.

Der Hammerflügel repräsentiert den Spätstil Johann Andreas Steins und damit noch ein Instrument aus der Mozart-Zeit.
Herzstück des Instruments ist die sogenannte Prellzungenmechanik, die von Stein erfunden worden sein soll. Diese Mechanik erlaubt ein präzises Spiel.

Ursprünglich besass dieser Hammerflügel lediglich einen doppelten, rechts und links zu betätigenden Kniehebel, der die Dämpfung aufhebt, so dass die Saiten ungehindert nachklingen können. Der zusätzlich vorhandene Pianozug, bei dem Tuchstreifen zwischen Hämmer und Saiten geschoben werden, ist eine spätere Ergänzung.

Sowohl die neuartige Mechanik als auch die Leichtgängigkeit der Dämpfung begeisterten W. A. Mozart, als er 1777 bei einer Reise nach Augsburg die Hammerflügel von Johann Andreas Stein kennenlernte.

Objektbeschreibung

Johann Andreas Stein (1728–1792), fertiggestellt von Tochter Nannette (1769 - 1833) und Sohn Matthäus Andreas (1776 - 1842)

Augsburg, 1792, datiert

Jean André Stein / faiseur d'Orgues, des Clavecins / et Organiste à l'Eglise des / Minorittes à Augsbourg. / 1791 (gedruckt) mit 2 überschrieben (handschriftlich) (Zettel, Resonanzboden, vorne links)

Kirschbaum-Furnier (Gehäuse)

Umfang F1 - f3; Prellzungenmechanik; Oberdämpfung drei Kniehebel: Moderator (Mitte), Dämpferhebung (l., r.)

H. 970 mm (gesamt); H. 227-218 mm; B. 960 mm; L. 2615 mm (Gehäuse); Stichmass 470 mm; Oktavmass 153 mm

Depositum Paul Sacher Stiftung, Basel

Inv.-Nr. 1986.112.

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