Objekt 10
Äquatorial-Öhr-Sonnenuhr
Beschreibung
Eine Öhrsonnenuhr ist eine Sonnenuhr mit Visiereinrichtung, die so gegen die Sonne gedreht wird, dass der von einer Lochblende – einem Öhr – erzeugte Lichtfleck auf die Markierung auf dem Zifferblatt trifft. Philipp Matthäus Hahn (1739–1790) hat diesen besonderen Typ der Tischsonnenuhr 1763 erfunden. Die Erfindung bestand darin, dass anstelle des Gnomon-Schattens das gebündelte Sonnenlicht durch zwei kleine Löcher in der zur Achse parallelen Wand auf die gegenüberliegende Wandinnenseite mit der Zeitskala trifft. Dabei konnte entweder die mittlere oder die wahre Ortszeit auf dem Zifferblatt abgelesen werden. Zwei Zeiger weisen die Stunden in römischen (I-XII) und die Minuten in arabischen Ziffern. Auch nach 1763 entstand eine grössere Zahl dieses Sonnenuhrentyps, von denen viele von den Söhnen und Mitarbeitern stammen, die Hahn in seinen Werkstätten beschäftigte.
Objektbeschreibung
Hersteller: Philipp Matthäus Hahn (1739–1790)
Echterdingen (Baden-Württemberg), 1782
Holz, Eisen, Messing
Physikalische Sammlung Nr. 133
Depositum Astronomisch-Meteorologische Anstalt der Universität Basel
Inv. 1960.23.