Schulprämie mit Baselstab

Schulprämie mit Baselstab

Basel, 1596
Dm. 2,76 cm
Inv.Nr. 1905.1309.

«Schulgeldlein aus der MünsterSchul»
Inv.Nr. 1917.2235.

Schulprämie mit Minerva und Schüler
Basel, Ende des 18. Jahrhunderts /
Anfang des 19. Jahrhunderts
Dm. 2,43 cm
Inv.Nr. 1943.3440.

Schulprämie mit
baumpflanzendem Mann
Basel, erstes Viertel des 18. Jahrhunderts
Dm. 2,46 cm
Inv.Nr. 1943.3436.

Schulprämie mit Schüler
vor dem Münster
Friedrich Fecher, Basel, 1642
Dm. 2,79 cm
Inv.Nr. 1917.1775.

Drei Schulprämien in Originaletui
Dm. 2,39–2,49 cm
Inv.Nr.1917.1176.

Schulprämie aus dem Besitz
von Arnold Böcklin
Gottfried Bernhard Loos
August Ludwig Held
wohl Berlin, um 1830/35
Dm. 3,9 cm
Inv.Nr. 1957.277.

Schulprämie
Basel, um 1630/50
Dm. 2,78 cm
Inv.Nr.1943.3430.

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Belohnung für schulischen Fleiss
«Denen aber, so andere mit feinem, gottseligem, sittigem wandel, sitten und geberden auch sunderbarem fleiss im studieren weit übertreffen, soll man etliche Gaben austeillen, gelt, grossne pfennig, bücher oder was dergleichen…» heisst es in der Schulordnung des Basler Gymnasiums von 1589. Wenige Jahre später, 1596, wurden die ersten datierten Basler Schulprämien aus Silber geprägt und für den beschriebenen Zweck, die Auszeichnung besonders tugendhafter und fleissiger Schüler, verwendet. Mit dem grossen Baselstab auf der Vorderseite führten sie einen deutlichen Bezug zu Basel ein, der sich auf allen Schulgeldlein bis in den Beginn des 19. Jahrhunderts findet, sei es innerhalb der Inschrift oder in den bildlichen Darstellungen. So kann ein Schüler vor dem Basler Münster stehend oder ein Baselstab auf dem Thron der Minerva dargestellt sein. Diese, die römische Göttin der Künste und Wissenschaften, löste mit ihrem Erscheinen im 18. Jahrhundert die bildlichen und schriftlichen Hinweise auf das Wirken Gottes ab, die zuvor ein fester Bestandteil der Ikonographie der Schulprämien waren.

Die Prägung spezifisch Basler Schulgeldlein endete 1814. Danach wurden die Ehrungen der Schüler zwar fortgeführt, aber man verwendete nun allgemeinere, nicht mehr eigens für Basel konzipierte Medaillen. Die grosse Prämie, mit der der spätere Maler Arnold Böcklin (1827–1901) während seiner Basler Schulzeit «Für Fleiss und gute Sitten» – so die Umschrift – geehrt wurde, wurde von den Berliner Medailleuren Gottfried Bernhard Loos (1774–1839) und August Ludwig Held (1805–1839) geschaffen.

Aus Silber bestehend, bedeutete ein Schulgeldlein für den strebsamen Empfänger nicht nur Ehre und Anerkennung, sondern auch einen (bescheidenen) pekuniären Gewinn. Darüber hinausgehende, zukünftige Belohnung für schulischen Fleiss im späteren Leben versprachen die häufig verwendeten Bilder des Einpflanzens und Pflegens junger Bäume und die Sinnsprüche in den Umschriften wie SPES VENIENTIS AEVI – Die Hoffnung der kommenden Zeit.

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