Prunk-Bartschüssel
Keramik

Prunk-Bartschüssel

Strassburg, 1748-1753
Paul Hannong
Maler Christian Wilhelm von Löwenfinck
signiert
Fayence, Aufglasur? und Goldmalerei
L. 33,5, B. 17,8, H. 8 cm
Inv. 1895.78.

Bildauflösung:
394px x 394px

CHF 40.00

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Aufgrund seines Dekors und der Signatur in Gold auf der Rückseite "v. Löwenf. peint" zählt dieses Objekt zu den kostbarsten Strassburger Keramiken überhaupt. Das überaus fein gemalte Blumenstück im Spiegel der Mulde wie auch der Randdekor aus der Hand des in Meissen ausgebildeten Keramikmalers Christian Wilhelm von Löwenfinck verraten absolute Meisterschaft. Dennoch hat der seit 1748 in Strassburg arbeitende Künstler nicht auf Vorlagen verzichtet: Die Konturen der Blüten sind im Schablonenverfahren aus verschiedenen Stichen von Jacques Bailly (Graçay ca. 1664-1679 Paris), Jean-Baptiste Monnoyer (Lille 1636-1699 London) und Jacques Vauquier (Blois 1621-1686 Blois) auf die Glasur übertragen zum Ausmalen mit Aufglasurfarben. Die Bartschüssel trägt das Wappen der Basler Gelehrten- und Kaufmannsfamilie Buxtorf. Warum gerade diese Form, die sonst dem Barbier als Rasierschüssel oder Aushängeschild dient, für ein kostbares Präsent aus Fayence gewählt wurde, ist leider nicht bekannt.

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