Porträt des Christoph d’Annone

Porträt des Christoph d’Annone

Umkreis Samuel Hofmann, Basel, 1620 datiert
Ölmalerei auf Holz
H. 62,5 cm, B. 46,5 cm
Inv. 1989.110.

Bildauflösung:
394px x 394px

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Christoph d’Annone (1579–1639) war der Sohn des aus Mailand nach Basel gezogenen Cristoforo d’Annone (1534–1598), der seine Heimatstadt wegen religiöser Verfolgungen hatte verlassen müssen und in Basel Zuflucht gesucht hatte. Die d’Annone gehörten zu einer Gruppe von Spediteuren, Handelsleuten und Seidenhändlern aus Oberitalien und dem Tessin, die wegen ihrer internationalen Kontakte und ihres Wohlstands in Basel sehr gern aufgenommen und schnell eingebürgert wurden; Cristoforo d’Annone wurde bereits 1564, sehr bald nach seiner Ankunft, Basler Bürger. Er erwarb 1565 einen Hof in der Petersgasse (den später sogenannten Ringelhof), erweiterte ihn einige Jahre danach durch Zukauf einer angrenzenden Liegenschaft und liess einen umfassenden Umbau durchführen.
Zeichen seines grossen Wohlstands war auch die Heirat zweier seiner Töchter mit vermögenden Angehörigen der Basler Familie Iselin.
Ruhig und selbstbewusst blickt Christoph d’Annone, der bereits in Basel geboren wurde, dem Betrachter aus dem Porträt entgegen. Am oberen Bildrand finden sich die Angaben zu seinem Alter «AETAT. 41» und zum Entstehungsjahr 1620. Wie so häufig enthält der Brief in seiner Hand einen weiteren Hinweis: «Al mag. sig. Chris. Annone».
Diese Aufschrift deutet an, dass die Handelskontakte nach Italien weiterhin bestanden und dass weder die Herkunft der Familie aus der Lombardei noch die italienische Sprache vergessen waren. 1629 wurde er Meister der Zunft zu Weinleuten.
Das Gemälde stammt aus dem Umkreis des Zürcher Malers Samuel Hofmann, ist aber wohl nicht von seiner eigenen Hand. Neben stilistischen Gründen spricht auch dagegen, dass Hofmann von 1614/15 bis 1622 in Amsterdam lebte.

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