Münzstempel einer pseudo-mittelalterlichen Phantasieprägung des sogenannten Neunkircher Fälschers
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Münzstempel einer pseudo-mittelalterlichen Phantasieprägung des sogenannten Neunkircher Fälschers

Neunkirchen, um 1990
Pseudo-mittelalterliche Phantasieprägungen des sogenannten Neunkircher Fälschers, 3 Expl.
1. Oberstempel annähernd würfelförmig,
mit grober Gravur und rückseitig Schlagspuren:
Vs. Grob gezeichnete Figur mit Schild und Speer stehend von vorne, Kopf nach rechts, links Kreuz, grober Perlkreis
2. Unterstempel Stahlquader auf Stahlplatte geschweisst, mit grober Gravur
Rs. Grosses Kreuz belegt mit Kugeln und umgeben von Kreuzchen, in grobem Perlkreis
Hersteller: Josef Weber (-2008)
Stahl, geschweisst und graviert
Kantenlänge 32,7, 33,3, 34,1 mm,
Gewicht 263,23 g,
Kantenlänge 81,2, 60,3, 45,4 mm,
Gewicht 635,69 g
Inv. 2009.680.1.-2.

Vs. Grob gezeichnete Figur mit Schild und Speer stehend v.v., Kopf n.r., links Kreuz, grober Perlkreis
Rs. Grosses Kreuz belegt mit Kugeln und umgeben von Kreuzchen, in grobem Perlkreis
Kupfer, weissgesotten und geprägt
Dm. 19,6–23,0 mm, Gewicht 1,869; 1,987; 1,863 g
Inv. 2009.681.1.-3.

Bildauflösung:
394px x 394px

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Der Hersteller dieser pseudo-mittelalterlichen Phan-tasie-Fälschungen wollte einigen Detektor-Gängern einen Streich spielen und verteilte eine Reihe dieser groben Stücke «im Revier» dieser Schatzsucher, in Neunkirchen in Niederösterreich. Wider Erwarten liessen sich nicht nur die Detektor-Gänger, sondern auch der hinzugezogene zuständige Archäologe durch diese Stücke täuschen und legte sie dem Münzkabinett in Wien vor. Da der zuständige Konservator einen kleinen Artikel über diese groben Fälschungen verfasste, sind sie auch im Standardwerk der österreichischen Mittelalter-Numismatik, dem Corpus Nummorum Austriacorum, katalogisiert und abgebildet worden. Erst Jahre später hat sich der «Fälscher wider Willen» zu seinen Werken bekannt.

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