Mayeux als Maler mit seinem Modell
Keramik

Mayeux als Maler mit seinem Modell

Zizenhausen, nach 1835
Anton Sohn
Ton, aus dem Model, gebrannt und bemalt
H. 16 cm
Sockel L.16 cm
Inv. 1983.130.

Bildauflösung:
394px x 394px

CHF 40.00

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Die Zizenhausener Figuren, von welchen das Historische Museum Basel zahlreiche Gruppen und Einzelstücke besitzt, sind bemalte Terrakotten aus der Werkstatt der Familie Sohn in Kümmerazhofen und seit 1799 in Zizenhausen bei Stockach am Bodensee. Die klassischen Zizenhausener Figuren als Gebrauchsschmuck bürgerlich-biedermeierlicher Wohnräume spiegelten ein weites Themenfeld. Unter dem Einfluss des Basler Kunsthändlers Johann Rudolf Brenner, der Anton Sohn mit Vorlagen versah, gelangten u. a. der berühmte Basler Totentanz nach M. Merian d.Ä. zur Ausführung, ferner Basler Originale und Genreszenen nach Hieronymus Hess (1799-1850). Eine bedeutende Gruppe befasst sich mit politischen Karikaturen in der satirischen Zeitschrift "La Caricature" (1830-1835) u. a. von Daumier, Grandville, Traviès. Letzterer war Schöpfer der hier nachgebildeten skurrilen, buckligen Figur Mayeux, der sich als Porträtist einer Dame aus der Gesellschaft zeigt. Die nicht erhaltene Sockelumschrift lautete: "Il n y a qu' une bonne école, madame, c'est l'école de la bosse" wobei "bosse" für den Buckligen, aber auch für harte Arbeit, "bosser", steht.

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