Landammannsessel
Möbel und Täfer

Landammannsessel

Basel, 1806
Gestell: Buchenholz
Zierschnitzereien Lindenholz(?), vergoldet
H. 122, B. 83,5, T. 76 cm
Inv. 1884.70.

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CHF 40.00

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Während der Mediationszeit (1803-1813) hatte das jeweilige Staatsoberhaupt der Kantone Basel, Bern, Freiburg, Luzern, Solothurn und Zürich im jährlichen Wechsel jeweils auch das Amt des Landammanns der Schweiz inne. Napoleons Interessen dienend, war das schweizerische Landeshaupt eine Instanz ohne exekutive Machtbefugnisse, seine Repräsentanten waren Persönlichkeiten konservativer, dem Ancien Régime verpflichteter Prägung. Dies trifft auch für den Basler Bürgermeister und Landammann von 1806, Andreas Merian (1742-1811), zu. In Basel, wo man nicht wie in Bern auf einen Schultheissenthron zurückgreifen konnte, wurde für "Seine Exzellenz" ein angemessener Amtssessel benötigt. Es ist ein gepolsterter Armlehnsessel von der Übergrösse eines Thronsessels, mit vergoldetem Ornament, jedoch ohne Insignien. Seine konstruktiven Elemente wie sein geschnitzter Dekor verharren schwerfällig zwischen rückständigem Louis XVI und massvollem Einfluss der Empiremode. Letztere kommt in der Ornamentapplikation auf mahagonifarbenem Grund zum Tragen.

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