Kleine Münzwaage Kölner Art mit 13 Messing-Gewichten

Kleine Münzwaage Kölner Art mit 13 Messing-Gewichten

Einfaches Holzcorpus mit stählerner Handwaage sowie 11 originalen und 2 späteren Gewichten; Deckeloberseite einfach verziert mit Pressornament, oben Drahtoese mit Hackenverschluss, grobe Ausarbeitung für Waage und 5 Gewichte sowie Zusatzfach für Ausgleichsgewichte; auf Corpus Prägung mit bekröntem Schild und Initialen AD; im Deckelinnern Schubfach mit 8 Gewichten und Beschriftung sowie vierzeiliger Legende;
Münzgewichte mit stilisierten Münzbildern einseitig geprägt
Fruchtholz; Stahl; Messing, geprägt
H. 25,6 mm, B. 115,9 mm; T. 65 mm (Holzcorpus)
Inv. 2012.152.

Bildauflösung:
394px x 394px

CHF 40.00

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In der Frühen Neuzeit waren die Geldsorten im internationalen Verkehr so vielfältig, dass man spezielle Münzwaagen benötigte, um nicht Gefahr zu laufen, wirtschaftlichen Schaden durch manipulierte und geringwertige Münzen zu erleiden. Dies galt insbesondere im Fall der Goldmünzen, die international umliefen und häufig befeilt oder beschnitten waren. Diese Waagen waren handlich genug, um sie überallhin auf Geschäftsreisen mitnehmen zu können. Sie beinhalteten eine einfache stählerne Handwaage und Gewichte, die den wichtigsten Goldmünzsorten der Zeit entsprachen. Um Verwechslungen zu vermeiden, wurden nicht nur die entsprechenden Vertiefungen für die Gewichte beschriftet, sondern den Messinggewichten wurden auch die wichtigsten Bildelemente der jeweiligen Münzen aufgeprägt, so auch in der Abbildung das charakteristische Kreuz im Vierpass der spanischen Dublonen. Wenn die Münze leichter als das Gewicht war, konnte man diese als Bezahlung zurückweisen oder einen Aufschlag verlangen. Drei Gewichte tragen statt der einfachen Bilder abgekürzte Münznamen: Sie wurden im 18. Jahrhundert angefertigt und ersetzten verlorene oder nicht gebräuchliche Münzgewichte des ursprünglichen Gewichtssatzes. Diese Münzwaage leistete also offenbar über viele Jahrzehnte ihrem Besitzer gute Dienste.

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