Kinder-Dreirad

Kinder-Dreirad

Herstellungsort unbekannt, ca. 1870-1900
Inv. 1971.232.

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Mit der Entwicklung des Fahrrads im 19. Jahrhundert entwickelte sich auch das Radfahren für Kinder. Beim Kinder-Dreirad aus einem Haus an der Gartenstrasse in Basel handelt es sich um ein Tretkurbelrad. Die Räder sind mit Vollgummi bereift, die Stahlspeichen sind tangential angeordnet, was in der Entwicklung des Fahrrads seit den 1870er Jahren anzutreffen ist. Das Dreirad lässt sich damit auf das letzte Drittel des 19. Jahrhunderts datieren.
Das Tretkurbel-Velociped wurde nach 1860 als erstes Zweirad mit einem Tretkurbelantrieb entwickelt. Dieser Fahrradtyp hatte noch keine Übersetzung, die Pedale drehten sich mit dem Vorderrad. Damit die Füsse zu den Pedalen gelangen konnten, war der Sattel weit vorne angebracht. Um eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen, waren die Vorderräder höher. Ab den 1870er Jahren entwickelte sich daraus das Hochrad mit einem enorm grossen Vorderrad und einem sehr kleinen Hinterrad. Da das Fahren auf dem Hochrad gefährlich war, kam ab ca. 1880 das sog. Sicherheitsniederrad auf den Markt. Die Neuerung der Übersetzung ermöglichte, dass nun beide Räder gleich gross waren und der Sattel zwischen die beiden Räder zu liegen kam, was die Stabilität verbesserte. Während sich beim Fahrrad für Erwachsene nach 1880 die Übersetzung schnell durchsetzte, hielten sich beim Kinder-Dreirad die Vorderradpedale bis heute.

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