Kanne
Kanne - 1

Kanne

Basel, um 1900
Hersteller: Riggenbach Werkstätten für Kunstgewerbe
Inv. 2017.370.

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Die Kanne, die in ihrer Gestalt mit dem langen Hals und dem schnabelförmigen Ausguss an einen Vogel erinnert, entstand um 1900 in der Werkstatt von Albert Riggenbach am Spalenring 158 in Basel. Der Spenglermeister fertigte in seinen Werkstätten Beleuchtungskörper, Heizverkleidungen, Zier- und Wandbrunnen sowie Kleingerät und Handarbeiten in Metall. Er trat mit seinen Arbeiten auch an der Raumkunstausstellung im Jahr 1909 in Erscheinung.
Die Kanne wirkt mit ihren genieteten Bändern, dem angenieteten Ausguss und der grob überhämmerten Oberfläche betont solide und handwerklich gearbeitet. Sie erinnert damit an Überlegungen der englischen Arts-and-Crafts-Bewegung (1870-1920). Diese entstand in Opposition zu der raschen Entwicklung der industriellen Massenproduktion von Gebrauchsgegenständen. Als Reaktion auf die Industrialisierung und das Aufkommen von maschinell hergestellten Produkten propagierte sie eine Rückbesinnung auf die Qualitäten des Handwerks. Um die handwerkliche Arbeit stärker zum Ausdruck zu bringen, wurde den Objekten ein rustikales und robustes Aussehen gegeben. Ein Vergleichsstück - eine in gleicher Manier gearbeitete Kanne aus der Werkstatt Albert Riggenbachs – befindet sich in der Sammlung des Historischen Museums Basel sowie ein weiteres in der Sammlung des Schweizerischen Nationalmuseums.

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