«Bach-Trompete» im originalen Koffer
Musikinstrumente

«Bach-Trompete» im originalen Koffer

Berlin, um 1900
Hersteller: Arthur Sprinz (1872-1938)
Messing, Neusilber
Koffer: Holz, mit Filz ausgekleidet
L. 1120 mm (mit c-Setzstück (längstes))
L. 835 mm (mit f-Setzstück (kürzestes))
Dm. 96 mm (Schallstück)
Inv. 2004.298.

Bildauflösung:
394px x 394px

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Die hohen Trompetenpartien in den Werken Johann Sebastian Bachs stellten bei der Wiederentdeckung seiner Musik im 19. Jahrhundert enorme aufführungspraktische Probleme dar, da die virtuos in Clarinlage geführten Stimmen auf den üblichen Ventiltrompeten nicht zu spielen waren. Diese Problematik führte zu einer Reihe von ganz unterschiedlichen Lösungen, von Uminstrumentierungen (etwa für Klarinette) bis zum Einsatz neuentwickelter Instrumente. Der Ber-liner Trompeter Julius Kosleck (1825-1905) entwickelte eine geradförmige Trompete mit zwei Ventilen (zunächst in A), mit der er diese Partien virtuos bewältigte. Ab 1901 baute Arthur Sprinz (1872-1938) für Kosleck diese Instrumente, nun mit verschiedenen Setzstücken zwischen C und F stimmbar. Ein Paar dieser sogenannten «Bach-Trompeten», die aber nichts mit den historischen Naturtrompeten der Bachzeit zu tun haben, verwendete der Basler Gesangverein zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in seinen Aufführungen der Werke J. S. Bachs.

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