750 Jahre Zunft zu Webern

Foyervitrine

1268 gestattete der Bischof von Basel den Webern die Errichtung einer Zunft.

Aus Anlass des 750-jährigen Jubiläums gibt eine kleine Ausstellung in der Barfüsserkirche Einblick in die Geschichte der Webernzunft.

Die Ausstellung in der Bibliotheksvitrine dauert bis 20. Januar 2019.

zunft und zukunft


Seit ihrer Gründung machte die Zunft mehrere Wandlungen durch. In den Anfängen eine arme Handwerkervereinigung, erlangte sie im 16. und 17. Jahrhundert unter den Handwerkerzünften eine angesehene Stellung. Zuerst gehörten ihr die einfachen Woll- und Leinenweber, die Spinner, Spuler, Bleicher und Färber an. Frauen machten zeitweise 25 % der Zunftangehörigen aus. Mit dem Zuzug von Glaubensflüchtlingen stiessen neue, wirtschaftlich bedeutende Branchen, die Samt- und Seidenweberei sowie die Seidenfärberei, hinzu. Im 20. Jahrhundert erlebte die Basler Textilindustrie einen Niedergang – nicht jedoch die Webernzunft. Heute vereinigt die Zunft zwar keine Textilfachleute mehr, aber rund 250 Berufsleute aus unterschiedlichsten Sparten.

Zu sehen sind nun die spektakulären und prunkvollen Silberobjekte der Zunft, aber auch Exponate, die das alltägliche Zunftleben dokumentieren. Es kann im Wappenbuch geblättert werden, und ein Film zeigt, was heute noch die Aufgabe und Anziehungskraft dieser einstigen Vereinigung von «Webern und Leinwetern» ausmacht.

Die öffentlichen Führungen sind Opens internal link in current windowhier ausgeschrieben.