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Goldschmiedekunst

Narrenkopfbecher

Eckdaten

Zürich(?), um 1556

Kokosnuss mit silberner Fassung, getrieben,

graviert, teilweise vergoldet

H. 10,5 cm

Inv. 1892.183.

Beschreibung

Der unbekannte Goldschmied nutzte die maskenhafte Wirkung der drei Keimlöcher der Kokosnuss mit den dazwischenstehenden Erhöhungen und vervollständigte dieses Gesicht mit Kragen, Ohren und Bellenreihe zu einem Narrenkopf. Aufrecht auf den drei grossen Bellen stehend, lässt sich der Becher mit dem Gesicht als Deckel öffnen.

Der Becherrand ist mit einem Reifen mit einer Umschrift eingefasst: "Der Lust zum starken Tranck und Win macht das ich nit kan wizig sin". Das Innere des Bechers ist lackiert. Ein einziges bekanntes Vergleichsexemplar, das 1556 datiert und mit der Beschau von Zürich gestempelt ist, verweist auf den möglichen Entstehungsort. Der Becher befand sich Jahrhunderte hindurch im Besitz der Familie Hauser, welcher seit dem 17. Jahrhundert der Gasthof zur Krone in Basel gehörte.

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