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Goldschmiedekunst

Dorotheen-Monstranz aus dem Basler Münsterschatz

Eckdaten

Oberrheinisch, Konstanz (?) und Basel

1417/1420 und um 1440 (?)

Silber teilweise vergoldet, gegossen, getrieben,

Email, Glas- und Edelsteine, Kameen

H. 55 cm

Inv. 1882.81.

Beschreibung

Ein Türchen auf der einfach gestalteten Rückseite offenbart die ursprüngliche Verwendung als Reliquiar. Das darunter aufgenietete rot emaillierte weist auf den Stifter der Monstranz, Oberstzunftmeister Hermann Offenburg aus Basel. Die Schauseite dieser schlank proportionierten Arbeit besticht durch die Wirkung ihrer sparsam angewendeten Vergoldung. Sie lässt die getriebene Figur der hl. Dorothea im reichen Faltengewand mit dem nackten Jesusknaben an der Hand gleichsam in der Mandorla schwebend erscheinen.

Die Kostbarkeit des Eindrucks unterstreichen Glasflüsse, Steine, eine antike Gemme und schliesslich eine Kamee zu Füssen der Heiligen, während die gotischen Krabben die mandelförmige Fassung wie lodernde Feuerzungen zu rahmen scheinen. Im Vergleich zu diesem Scheibenaufsatz ist der Ständer aus Achtpassfuss, glattem Schaft und Zapfenknauf eher nüchtern gehalten.

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