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Malerei und Grafik

Doppelbildnis Johann Peter Hebel mit Elisabeth Baustlicher

Eckdaten

Karlsruhe, 1814

Carl Joseph Alois Agricola

Pinselzeichnung mit Deckfarben

H. 21,8, B. 27,4 cm

Inv. 1953.436.

Beschreibung

Die Bildnisminiatur, wohl die Vorlage zu einer Lithographie, zeigt den 54jährigen Mundartdichter, Theologen und Erzieher im belehrenden Gespräch mit der 19jährigen Elisabeth Baustlicher von Langendenzlingen. Die neuerbaute katholische Stadtkirche St. Stefan im Hintergrund lokalisiert die dargestellte Situation in Karlsruhe. Hier war Hebel seit 1808 Direktor des Lyzeums. In seiner Geburtsstadt Basel, wo seine aus dem Umland stammenden Eltern bei der Familie Iselin den Lebensunterhalt verdienten, verbrachte der früh Verwaiste einen Teil seiner Kindheit. Seine im badischen Dialekt verfassten, 1803 anonym erschienenen "Alemannischen Gedichte" veranlassten den Rezensenten Joh. W. von Goethe, Hebel für seine Volkspoesien einen Platz auf dem deutschen Parnass zu prophezeien. Auch die als "Schatzkästlein des Rheinischen Hausfreundes" 1811 erschienenen Beiträge wurden als literarische Ereignisse gefeiert und machten Hebel weit über die Grenzen seiner Heimat hinaus populär.

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