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Goldschmiedekunst

Deckelpokal

Eckdaten

Basel, um 1790

Silber gegossen und getrieben, ziseliert, punziert, graviert

H. 34 cm

Inv. 1882.186.

Beschreibung

Am Neujahrstag 1790 offerierte Hans Rudolf Gessler, früherer Oberstleutnant in der königlich französischen Infanterie, seiner Zunft zu Spinnwettem 25 Goldstücke zur Anfertigung eines silbernen Zunftbechers. Hervorgegangen ist aus dieser Schenkung dieser eigenwillige Deckelpokal in den strengen Stilformen am Übergang von Louis XVI zum Directoire. Laut Stempelmarken ist die Arbeit durch Johann Jakob II. Handmann (1758-1793) in Basel geschaffen worden, doch der Entwurf dazu ist zweifelsohne bei einem zeitgenössischen Gestalter in Frankreich zu suchen. Der runde Fuss mit Akanthusblattkranz trägt einen vierteiligen Schaft aus eckigen Volutenbändern mit Schuppenbesatz und Festongehängen; darauf sitzt die hohe Cupa - am Körbchen und am Deckel mit Lanzettblättem belegt. Eine Inschriftgravur von Johann Ulrich Samson verweist auf Stifter und Empfänger, die auch in den Wappengravuren am Pokalfuss wiederkehren.

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