Zelle 27

Lauten, Zithern und Gitarren Studiensammlung

Die Auswahl vereinigt sowohl Saiteninstrumente mit Hals wie Laute und Gitarre als auch kastenförmige Instrumente wie Brettzither und Hackbrett. Ihnen gemeinsam ist die Erzeugung des Tones durch Anreissen oder Zupfen der Saiten mittels Finger oder Plektrum bzw. durch Anschlagen mittels kleiner hölzerner Schlägel. Die Saiten sind aus Darm oder Metall gefertigt, in neuer Zeit auch aus Kunststoff.

Bei den Instrumenten mit Hals orientiert sich die systematische Unterscheidung zusätzlich an der Korpusform. Das bauchige, aus mehreren Spänen zusammengefügte Korpus findet sich bei den Lauten wie auch bei Mandora, Mandola und Mandoline, die Zargenbauweise mit feinen Seitenwänden (Zargen), Decke und Boden bei der Gitarre und ihren Verwandten sowie bei der Cister oder Halszither.

Einführung Zelle 27
Barocklaute Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Gavotte I und II, aus Suite D-Dur, BWV 1012 Hopkinson Smith, 13chörige Barocklaute P 1976, 1988/C 1988; Astrée E 8623
Mandora und Maultrommel Johann Georg Albrechtsberger (1736 - 1809) Menuetto moderato, 3. Satz aus Konzert F-Dur für Maultrommel, Mandora und Orchester Fritz Mayr, Maultrommel, Dieter Kirsch, Mandora, Münchner Kammerorchester, dir. Hans Stadlmair P/C 1982; Orf C 035 821 A
Mandoline und Gitarre 18. Jh. Anonymus, Italien, um 1800 Allegro moderato, aus Sonata Nr. 5 Duo Gervasio, Carmen Schultz, Barockmandoline, Jürgen Thiergärtner, Barockgitarre P/C 1993; cpo 999 226-2
Mandolinenorchester 19./20. Jh. Gaetano Donizetti (1797 - 1848), arr. Christian Parmentier Andantino-Finale, aus Grande Fantaisie sur l'Opéra Lucia di Lammermoor Ensemble à plèctre des Hauts-de-Seine, dir. Christian Parmentier P/C 1995; PV7995042
Balalaika Gobak Balalaika Ensemble "Wolga" P/C 1999; EUCD 1499
Gitarre 1. Hälfte 19. Jh Fernando Sor (1778 - 1839) Allegretto, 2. Satz aus Duo A-Dur, op. 55 Nr. 1 Duo Rossiniane, Roberto Barto und Karl Ernst Schröder, Gitarren nach Roudloff, um 1835 P/C 1992; HM 971-2 889 875-907
Gitarre 20. Jh. Heitor Villa-Lobos (1887 - 1959) Prélude No. 2 Benjamin Bunch, Gitarre P/C 1998; C & N 747
Chitarra battente Zumparèddë (Tarantèllë) aus Monte Sant'Angelo (Gargano) Michele Stuppiella, Gesang und Chitarra battente P/C 1997; al sur ALCD 173
Toggenburger Halszither Vaters Polka (trad.) Ida Bleider (Ebnat-Kappel, SG), Halszither P/C 1996; claves CD 50-9621
Krienser Halszither Rösslispiel-Walzer (trad.) Halstzitherklänge Kriens, 3 Halszithern und 2 Gitarren P/C 1996; claves CD 50-9621
Glarner Zither (Brettzither) Fridolins Marsch (trad) Albin Lehmann, Erika Babler, Glarner Brettzithern P/C 1996; claves CD 50-9621
Konzertzither (Brettzither) Der dritte Mann Karl Haas, Zither P/C 1991; Koch Präsent 399 494 B3
Hackbrett, Appenzell Trüll Masolke Alte Appenzeller Mazurka Paolo Imola, Lorenz Mühlemann, Hackbrett P/C 1987; MC ZYT C 260
Hackbrett 18. Jh. Anonymus, Spanien, 18. Jh. Allegro aus Sonate IX F-Dur Karl-Heinz Schickhaus, Hackbrett von Hendrik Jacobs, Amsterdam 1692 P/C 1991; Tudor 738
Cembalo, Italien 1697 Giolamo Frescobaldi (1583 - 1643) Aria detta "La Frescobalda" Lorenzo Ghielmi, Cembalo P/C 1990; Nuova Era 6799 Das hier gespielte einmanualige Cembalo wurde von Tony Chinnery 1989 nach einem Instrument von Carlo Grimaldi, Messina 1697, gebaut; dieses wird heute im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg aufbewahrt. Vergleichsinstrument in der Ausstellung ist das Cembalo von Ioannes Andrea Menegoni, Venedig 1696, im Grossraum im ersten Obergeschoss. Das Musikbeispiel soll die spezifische Klangfarbe eines italienischen Cembalos des 17 Jahrhunderts vermitteln. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Cembalo, Flandern 1624 Louis Couperin (1626 - 1661) Chaconne la Complaignante aus Suite d-moll Blandine Verlet, Cembalo P/C 1992; Astrée E 8735 Das hier gespielte zweimanualige Cembalo von Hans Ruckers II ist in Antwerpen 1624 entstanden und wird im Musée Unterlinden in Colmar aufbewahrt. Ein Vergleichsinstrument fehlt in der Ausstellung. Das Musikbeispiel sol die spezifische Klangfarbe eines flämischen Cembalos aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts vermitteln. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Cembalo, Flandern 1652, Paris 1701 Johann Jakob Froberger (1616 - 1667) Toccata IX C-Dur Christoph Rousset, Cembalo /P/C 1992, 1997; HMT 7901372 Das hier gespielte zweimanualige Cembalo von Johannes Couchet ist in Antwerpen 1652 entstanden. 1701 wurde es von einem unbekannten Pariser Instrumentenbauer umgebaut (Ravalement). Heute wird es im Château du Touvet (Isère) aufbewahrt. Ein Vergleichsinstrument fehlt in der Ausstellung. Das Musikbeispiel soll die spezifische Klangfarbe eines flämisch-französischen Cembalos aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts vermitteln. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Cembalo, Deutschland 1765 Carl Philipp Emanuel Bach (1714 - 1788) Fantasie Es-Dur, Helm 348 Christine Schornsheim, Cembalo P/C keine Angabe; Bach Haus Edition 200.016 Das hier gespielte zweimanualige Cembalo von Jacob Friedrich Stefan Hartmann (1731 - 1772) ist in Dresden 1765 entstanden und wird im Bachhaus in Eisenach aufbewahrt. Ein Vergleichsinstrument fehlt in der Ausstellung. Das Musikbeispiel soll die spezifische Klangfarbe eines deutschen Cembalos um die Mitte des 18. Jahrhunderts vermitteln. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Cembalo, England 1761 Georg Friedrich Händel (1685 - 1759) Capriccio g-moll Olivier Baumon, Cembalo P/C 1997; Erato 3984-20196-2 Das hier gespielte einmanualige Cembalo von Burkat Shudi (1702 - 1773) ist in London 1761 entstanden und wird in London, Fenton House, aufbewahrt. Burkat Shudi (Burkhardt Tschudi) stammte aus Schwanden, Glarus, und kam 1718 nach England. Ein Vergleichsinstrument fehlt in der Ausstellung. Das Musikbeispiel soll die spezifische Klangfarbe eines englischen Cembalos um die Mitte des 18. Jahhunderts vermitteln. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Querspinett, um 1765 Johann Sebastian Bach (1685 - 1750) Menuett G-Dur, BWV Anh. 116 Christine Schornsheim, Spinett P/C keine Angabe; Bach Haus Edition 200.016 Das hier gespielte Querspinett von Johann Heinrich Silbermann (1727 - 1799) ist in Strassburg um 1765 entstanden und wird im Bachhaus in Eisenach aufbewahrt. Vergleichsinstrument in der Ausstellung ist das um 1770 entstandene Querspinett von Johann Heinrich Silbermann, Inv.-Nr. 1878.9., im Grossraum im Erdgeschoss. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Clavichord 1761 und 1763 Carl Philipp Emanuel Bach (1714 - 1788) Allegro, Duett Nr. 1, Wq 115 Christopher Hogwood, Christophe Rousset, Clavichord P/C 1996; L'Oiseau-Lyre 440 649-2 Die hier gespielten bundfreien Clavichorde von Johann Adolph Hass sind in Hamburg 1761 und 1763 entstanden. Sie verfügen in der Bassoktave über einen zusätzlichen 4'-Saitenbezug. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Tafelklavier um 1791 Johann Christian Bach (1735 - 1782) [ohne Bezeichnung], 1. Satz aus Sonate c-moll, op 17 Nr. 2 Richard Burnett, Tafelklavier P/C 1995; SCD-0623 Das hier gespielte Tafelklavier von Broadwood ist in London um 1791 entstanden (Nr. 1838) und wird im Kunitachi College of Musik in Tokyo aufbewahrt. Genaue Vergleichsinstrumente fehlen in der Ausstellung. Vergleichbar sind das Tafelklavier von Johann Jacob Brosy, Basel 1790, Inv.-Nr. 1909.416., im Grossraum im Erdgeschoss, und das Tafelklavier von Johannes Zumpe, London 1782, Inv.-Nr. 1956.557., im Grossraum im ersten Obergeschoss. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Tafelklavier 1830 Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 - 1847) Venezianisches Gondellied fis-moll, aus Lieder ohne Worte, op. 30 Richard Burnett, Tafelklavier P/C 1995; SCD-0623 Das hier gespielte Tafelklavier von Broadwood ist in London um 1830 entstanden (Nr. 37711) und wird in Finchcocks, Kent, aufbewahrt. Genaue Vergleichsinstrumente fehlen in der Ausstellung. Vergleichbar ist das Tafelklvier von Valentin Krehmer, Basel um 1825 - 1830, Inv.-Nr. 1993.2., im Grossraum im Erdgeschoss. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Hammerflügel 1785 Wolfgang Amadeus Mozart (1756 - 1791) Allegro, 1. Satz aus Sonate C-Dur, KV 545 Gertrud Kottermaier, Hammerflügel P/C (1991); Mozarthaus Augsburg 910807 CD Der hier gespielte Hammerflügel von Johann Andreas Stein ist in Augusburg 1785 entstanden und wird im Morzarthaus in Augsburg aufbewahrt. Vergleichsinstrument in der Ausstellung ist der Hammerflügel mit derselben Signatur, Inv-Nr. 1986.112., im Grossraum im ersten Obergeschoss. Das Instrument ist jedoch höchstwahrscheinlich bereits in der Werkstatt der Geschwister Stein entstanden. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Hammerflügel um 1815 John Field (1782 - 1837) Nocturne Es-Dur, Nr. 1 Richard Burnett, Hammerflügel P/C 1991; CD-SAR 64 Der hier gespielte Hammerflügel von Johann Fritz ist in Wien um 1815 entstanden und wird in Finchcocks, Kent, aufbewahrt. Vergleichsinstrument in der Ausstellung ist der in Wien 1816 entstandene Hammelflügel von Nannette-Streicher Stein, Inv.-Nr. 1986.105., im Grossraum im ersten Obergeschoss. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Hammerflügel 1826 Franz Schubert (1778 - 1828) Ländler Nr. 2-5, D. 145 Richard Burnett, Hammerflügel P/C 1982; CD-SAR 7 Der hier gespielte Hammerflügel von Conrad Graf ist in Wien 1826 entstanden und wird in Finchcocks, Kent, aufbewahrt. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Hammerflügel 1832 Frédéric Chopin (1810 - 1849) Andante spianato G-Dur, op. 22, 1 Jean Goverts, Hammerflügel P 1988/C 1992; HM 833-2 Der hier gespielte Hammerflügel von Pierre Erard ist in Paris 1832 entstanden und befindet sich im Grossraum im ersten Obergeschoss, Inv.-Nr. 1970.3265. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Hammerflügel 1866 Louis Moreau Gottschalk (1829 - 1869) Berceuse Richard Burnett, Hammerflügel P/C 1988; CD-SAR 64 Der hier gespielte Hammerflügel von Erard ist in London 1866 entstanden und wird in Finchcocks, Kent, aufbewahrt. Systematisch gehören die besaiteten Tasteninstrumente zu den Kastenzithern und damit zu der in Raum 27 präsentierten Studiensammlung. Dementsprechend sind die Musikbeispiele dazu gesamthaft nur hier abzurufen.
Hackbrett, Wallis Bis Zenzünen's z'Grengiolis Gebrüder Walpen Paolo Imola, Lorenz Mühlemann, Hackbrett P/C; MC ZYT C 260
 
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