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Französische Pastoralmode und Pariser Instrumentenbau

Die Verherrlichung der Natur und des natürlichen Lebens spiegelte sich in Frankreich in der Pastoralmode und damit auch in der Musik wider.
Ab etwa 1700 wurden allen voran Drehleier und Musette in einen neuen, gehobenen sozialen Kontext übernommen und adaptiert, was insbesondere auch durch die Verwendung wertvoller Materialien und reicher Dekors deutlich wird. Musikalisch wurden einzelne Tänze und Suiten sowie Bearbeitungen bereits bestehender Kompositionen bevorzugt.

Im Jahre 1747 erklang in Paris erstmals eine Einfachpedalharfe. Als sich 1770 Marie-Antoinette, selbst Harfenspielerin, in Paris niederliess, nahm die Harfe einen sprunghaften Aufschwung und machte die Stadt zum Zentrum des Harfenbaus, der Harfenspieler und -komponisten.
Die Harfe hat sich über die Revolution hinaus bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts oder letztendlich bis ins 20. Jahrhundert als solche gehalten.

Nicht nur im Harfenbau, sondern auch in anderen Bereichen traten in Paris nach der Revolution und im 19. Jahrhundert vorzügliche Instrumentenmacher in Erscheinung, die hier durch einige herausragende Blasinstrumente repräsentiert sind.

 
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