Kaleidoskop (Werbegeschenk für Aspirin-Schmerztabletten)
Kaleidoskop (Werbegeschenk für Aspirin-Schmerztabletten) - 1

Kaleidoskop (Werbegeschenk für Aspirin-Schmerztabletten)

1. Hälfte 20. Jh.
Inv. 2015.385.

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1899 wurde das Arzneimittel „Aspirin“ patentiert. Es besteht aus dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure, der Kopf- und Gliederschmerzen verschiedenster Art lindert sowie fiebersenkende und entzündungshemmende Wirkung hat und gehört zu den meistverkauften Schmerzmitteln. Vertrieben wurde (und wird) es von der Pharmafirma Bayer in Leverkusen, zunächst in Pulverform. Als eines der ersten Medikamente war Aspirin bereits seit 1900 in Tablettenform, in standardisierter Menge von jeweils 500mg, erhältlich. Damit war die Anwendung vereinfacht und die Gefahr von versehentlicher Falschdosierung weitgehend gebannt. Als ein Mittel von guter Verwendbarkeit auch in der Selbstmedikation und in breiter Anwendbarkeit führt die Weltgesundheitsorganisation WHO den Wirkstoff Acetylsalicylsäure in der "Liste unentbehrlicher Arzneimittel“.
Für diesen mittlerweile über 100jährigen Erfolg ist nicht nur das Mittel selbst, sondern auch eine geschickte Werbung verantwortlich. Bei genauer Betrachtung des vermeintlich originalen Tablettenröhrleins mit dem Aspirin-Aufdruck und den heute noch gebräuchlichen Farben Grün und Weiss zeigt sich, dass es sich nicht um eine echte Medikamentenverpackung handelt. Ein Guckloch und der aufgedruckte Hinweis „Röhre langsam drehen“ weisen auf die tatsächliche Funktion: Es handelt sich um ein Kaleidoskop, ein optisches Spielzeug für Kinder. Im dreiseitigen, verspiegelten Innenraum fügen sich die darin eingeschlossenen farbigen Glassteine beim Drehen zu jeweils neuen abstrakten Bildern zusammen. Wieso man dieses Medikament für Erwachsene mit einem Kinderspielzeug bewarb, erscheint zunächst nicht nachvollziehbar, mag aber durch die angestrebte frühzeitige Marken- und Produktbindung späterer Kunden zu erklären sein.

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