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Totentanz zu Basel

Der Basler Totentanz lebt! Im Juni 2024 findet auf dem Münsterplatz ein grosses Totentanz-Spektakel statt. Aus diesem Anlass bietet das Historische Museum Basel ein spezielles Programm an.

Der Basler Totentanz ist ein Wandbild aus dem 15. Jahrhundert, welches die Basler:innen seit jeher bewegt. Die 19 geretteten Fragmente des Totentanzes sind in der Barfüsserkirche ausgestellt. Anlässlich des Totentanz-Spektakels auf dem Münsterplatz ist die Barfüsserkirche Schauplatz verschiedener Angebote.

Freilichtspektakel

Totentanz Basel

Ein Totentanz zu Basel wurde 1943 vom Schweizer Komponisten Frank Martin als Stück für Orchester, Ballett, Knabenchor, Bariton und Basler Trommeln komponiert. Sein Werk wurde unter freiem Himmel auf dem Basler Münsterplatz realisiert und zählte zu den bemerkenswerten Kunstproduktionen der Schweiz in jenen dunklen Jahren.

Zu seinem fünfzigsten Todesjahr wird Frank Martins Werk vom 24. bis 29. Juni 2024 als einmaliges künstlerisches Freilichtspektakel am selben Ort in einer Neuinszenierung wiederaufgeführt. Danach ist eine Tournee in den Niederlanden geplant.

> Alle Informationen und Tickets

Unser Programm

Happy Hour, Führungen und Schulangebote

Die 19 erhaltenen Fragmente des Basler Totentanzes sind in der Barfüsserkirche ausgestellt. Interessierte können sich hier auf das Totentanz-Spektakel einstimmen,

Die Angebote reichen von einer vom 25. bis 29. Juni jeweils von 16 bis 19 Uhr stattfindenden Happy Hour bei freiem Eintritt über Führungen in unseren drei Häusern bis zu einem Workshop für Schulklassen. Alle Informationen finden Sie nachfolgend.

Unser Programm

Happy Hour

Totentanz zu Basel - Einführung zum Totentanz als Auftakt zum Freilichtspektakel auf dem Münsterplatz
Vom 25. bis 29. Juni jeweils von 16 bis 19 Uhr. Eintritt frei

Öffentliche Führungen

Frank Martin und die Tradition des Totentanz
23.06.2024 11.15 – 12.15  |  Musikmuseum

Neben dem bildlich dargestellten Totentanz, wie der Basler Totentanz, gibt es auch zahlreiche musikalische Interpretationen des memento mori. Auf der Führung wird auf die Tradition des musikalischen Totentanzes eingegangen, in die sich auch das Werk von Frank Martin reiht. Dabei werden Bezüge zum überlieferten Totentanz hergestellt, der heute in der Barfüsserkirche ausgestellt ist und Frank Martin zu seiner Komposition inspirierte.

Tanz ins Jenseits - Geschichte(n) von Krankheit und Tod
30.06.2024 11.15 – 12.15  |  Haus zum Kirschgarten

Der Basler Totentanz entstand zur Zeit des Basler Konzils (1431–1448). Die ursprünglich auf der Innenseite der Friedhofsmauer des Predigerklosters gemalte Bildfolge zeigte auf 60 Metern Länge vierzig Todgeweihte verschiedener Stände. Jahrhunderte lang waren die Menschen von Krankheiten und Epidemien stärker bedroht als wir dies hier und heute sind.

Beide Führungen sind auch als Gruppenführung buchbar. Kontaktieren Sie uns über das Anfrageformular.

Workshop für Schulklassen

Vom Wandgemälde zum Ballett – Der Totentanz zu Basel

Der Basler Totentanz ist heute nur noch in Fragmenten im Historischen Museum in Basel zu sehen. Dennoch prägte der berühmte Bildzyklus die Stadt bis heute. Die dargestellten Figuren lassen den Bezug zur spätmittelalterlichen Gesellschaft zu. Die Vorstellung vom Tanz ins Jenseits geben eine Vorstellung der mittelalterlichen Glaubenswelten. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten im Workshop Hintergrundwissen zum Basler Totentanz. Sie lernen gemeinsam und in Gruppen die Bilder als Quelle zu nutzen. Mit Bezug auf die Aufführung vom Juni erhalten sie eine Einführung in das Bühnenwerk von Frank Martin. Zusammen diskutieren sie, wie eine Darstellung des Totentanzes in der heutigen Zeit aussehen müsste.

Für Schulklassen ab 5. Schuljahr, 90 Minuten

Melden Sie sich bei Interesse über das Anmeldeformular.

Über den Basler Totentanz

Als Basler Totentanz werden die Malereien an der Friedhofsmauer des ehemaligen Dominikanerklosters bezeichnet. Heute erinnert nur noch ein kleiner Park mit dem Namen «Totentanz» an das Gemälde. Die Malereien sind während der Zeit des Konzils von Basel im 15. Jahrhundert entstanden. Als Tagungsort war das Kloster ein wichtiger Treffpunkt für die internationalen Gäste. In diese Zeit fielen zwei grosse Katastrophen, die die ohnehin hohe Sterblichkeitsrate drastisch erhöhten: der Stadtbrand von 1417 und die Pestepidemie von 1439.

Der monumentale Bilderzyklus war 60 Meter lang und 2 Meter hoch und zeigte ursprünglich 37 Tanzpaare: Immer tanzt der Tod mit einem Todgeweihten, holt ihn mitten aus dem Leben. Dieser Reigen, an dem die gesamte mittelalterliche Gesellschaft teilnimmt, ist die typische Form der spätmittelalterlichen Todesdarstellung. Damit ist der Basler Totentanz das älteste Beispiel eines deutschen Totentanzes und einer der berühmtesten Totentänze überhaupt.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde der Basler Totentanz immer wieder erneuert und verändert. Er diente auch als Vorlage für Buchpublikationen und wurde so in ganz Europa bekannt und zu einer beliebten Sehenswürdigkeit für Durchreisende. Das Motiv wurde bis heute weiterentwickelt und taucht immer wieder in neuen Formen und Variationen auf. Auf Anordnung der Basler Obrigkeit wurde das Wandbild 1805 abgebrochen. 23 Fragmente wurden damals von Kunstliebhabern gerettet. Vier von ihnen gelten als verschollen. Die anderen 19 sind in der Barfüsserkirche ausgestellt. Diese Ausstellung inspirierte Frank Martin 1943 zu seinem gleichnamigen Bühnenwerk «Der Totentanz zu Basel».

Totentzanz Basel

24.–29.6.2024

Totentanz Basel

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