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Update der Kabinettausstellung

«Inventarium 5.0»

Die kleine Sonderausstellung «Inventarium» begleitet die Generalinventur. Bei der Arbeit in den verschiedenen Depots haben die Inventis immer auch die unterschiedlichen Sammlungsbereiche im Blick. Dort gibt es Spannendes zu entdecken.

Besonders interessante Objekte stellen wir im «Inventarium» aus und befragen die verantwortlichen Mitarbeiter:innen dazu. Ausgestellt sind ein Feuereimer, ein Feuerhorn und eine Feuerspritze. Alle drei Gegenstände sind Deposita und waren dem Feuerwehrmuseum Basel zwischen 1952 und 2023 ausgeliehen. Wenn wir uns die Objekte etwas genauer anschauen, erzählen sie spannende Geschichten.

Das Wachstum der Städte brachte Chancen, aber auch viele unschöne Seiten mit sich. Eine davon waren die grossen Stadtbrände, von denen auch Basel nicht verschont blieb. Ein Grund für die grossen Brände war mitunter die unkontrollierte Bauweise. Oft dienten Holz und Stroh als Baumaterialien.

Die Gassen waren eng und verwinkelt; das machte es dem Feuer einfach, sich auszubreiten. Hilfsmittel zur Feuerbekämpfung waren gefragt. Drei Objekte zum Feuerlöschen sind in der kleinen Kabinettsausstellung «Inventarium. Eine Dokumentation der Generalinventur» ausgestellt und hier etwas genauer beschrieben.

Das Bild zeigt einen braunen Feuereimer aus Leder.
Das Bild zeigt einen braunen Feuereimer aus Leder mit der Jahreszahl 1773.

Der Feuereimer ist das älteste bekannte Löschgerät. Unser lederner Feuereimer (HMB, Inv. 1905.109.) ist mit der Jahreszahl 1773 beschriftet und stammt wahrscheinlich aus Muttenz. Auf dem Eimer lassen sich die Initialen CMS erkennen. Der Eimer ist aus Leder gefertigt und ist innen mit Pech ausgestrichen, damit er dicht ist. Der stabile Henkel dient zum schwungvollen Ausschütten des Wassers auf den Brandherd. In allen Haushalten musste immer ein intakter und gefüllter Eimer im Falle eines Notfalles bereitstehen. Zur Heirat mussten die Eheleute mitunter einen Feuereimer vorweisen.

War eine Wasserquelle weiter entfernt, wurde das Wasser in den Eimern mit Menschenketten an den Brandort transportiert. Die Tatsache, dass im Rathaus «zu allen Zeiten» hundert Feuereimer stationiert waren, zeigt, wie essenziell sie für die Brandbekämpfung waren. Doch auch Feuereimer hatten ihre Grenzen, vor allem beim Füllvolumen und so griff man ab dem 17. Jahrhundert dankbar auf Feuerspritzen zurück.

Handfeuerspritzen (HMB, Inv. 1894.35.2.) aus Messing werden erstmals in der Feuerordnung der Stadt Basel von 1861 erwähnt. Sie waren dringend nötig, blieben aber ein Luxusgut für Städte. Die Spritzen funktionieren mit einer einfachen Saugmechanik.

Das Wasser wird durch das Aufziehen des Kolbens angesogen und mit dem Stossen des Kolbens wieder herausgespritzt. Der Inhalt der Spritze umfasst etwa 2 Liter. 1952 wurden dem Feuerwehrmuseum vier Spritzen ausgeliehen, 2023 kamen sie wieder ins Historische Museum Basel zurück.

Bei dem Feuerhorn (HMB, Inv. 1896.66.) handelt es sich laut Karteikarte um ein Geschenk eines Pompier Offiziers namens Wassermann-Krebs. Geblasen wurde das Horn von sogenannten Hornisten der Feuerwehr. Das Horn war eine der ersten Formen der Signalübermittlung der Feuerwehr, lange bevor es Sirenen gab. Wurde ein Brand entdeckt, signalisierte das Horn den Feuerwehrleuten, sich möglichst schnell zum Versammlungsort zu begeben.

Es gab verschieden Melodien und die Feuerwehrleute wussten immer, was zu tun ist. Eine dieser Melodien kann man an der Hörstation im Inventarium hören. In dieser Hörstation erklärt Fiona Leu, die im Projekt der Generalinventur für die Deposita verantwortlich ist, was es mit diesen Dauerleihnahmen und Dauerleihgaben auf sich hat. Auf dem Inventur-Wägeli findet sich wie immer auch ein neues Spiel-Objekt, mit dem der Inventurvorgang geübt werden kann.

Die Spielstation mit einem Feuerzeug
Ein Informationsschild bei der Ausstellung.

Die neuen Objekte sind noch bis Ende Dezember 2024 im «Inventarium» in der Barfüsserkirche zu sehen.

27. Juni 2024 – Liina Hasler

Liina Hasler unterstütze das Team der Generalinventur während ihres zweiwöchigen Schulpraktiums. Sie inventarisierte und half bei den Notkonservierungen mit. Für den Wechsel im «Inventarium» recherchierte sie die historischen Kontexte und verfasste Blogbeiträge.

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