Szepter der Universität Basel
Szepter der Universität Basel
Meister Andres (Uberlinger?)
Basel, 1460/61 (Wappenschild 17. Jh.)
Silber getrieben, teilweise vergoldet
L. 92 cm
Inv. 1942.533.
Ausstellungsort: Barfüsserkirche
Das Szepter wurde der Universität kurz nach der Eröffnung (1460) vom Kleinen Rat der Stadt Basel geschenkt. Zwei virtuos getriebene Blattkränze und ein vergoldeter, von fünf züngelnden Kelchblättern eingefasster Granatapfel bilden die Bekrönung. Das Basler Szepter gehört wegen seiner schlichten Form, seines klaren Aufbaus und der harmonischen Proportionen zu den bedeutsamsten Universitätsszeptern, die sich erhalten haben. Es ist nicht nur ein seltenes Beispiel spätmittelalterlicher profaner Goldschmiedekunst, sondern darüber hinaus auch ein wichtiges Rechtsdenkmal. Das Universitätsszepter war Symbol für den hohen Rang der Wissenschaft und die der Universität bzw. dem Rektor zukommende Ehre, Wahrzeichen der universitären Selbstverwaltung, Sinnbild der Gerichtsbarkeit und Disziplinargewalt. Kostbares Material und künstlerische Qualität unterstreichen die grosse Bedeutung.

