Zweibatzen-Brötchen aus dem Hungerjahr 1817
Staat und Recht

Zweibatzen-Brötchen aus dem Hungerjahr 1817

Basel, wohl Juni 1817
Brot; Karton, Glas
H. 5,5 cm, B. 19,5 cm, T. 10,5 cm
Inv. 1906.2952.

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Die Getreideknappheit, die aus der katastrophalen Ernte des Jahres 1816 resultierte, führte 1817 zu einer immensen Teuerung, zu Hunger und Kornwucher. Hatte ein Pfund Hausbrot im Juni 1815 noch 13 Rappen gekostet, wurden ein Jahr später bereits 19 Rappen und im Juni 1817 sogar 39 Rappen verlangt. Auf dem Höhepunkt der Krise bekam man für zwei Batzen (= 20 Rappen) nur dieses erbärmlich kleine Brötchen. In vielen Museen und auch Kirchen der Schweiz und Süddeutschlands haben sich votivartige Erinnerungsstücke an diese Hungerzeit erhalten. Solche Hungerbrote in Glaskästen sind jedoch selten: Der Mangel war zu gross, als dass man diese Brote aufbewahrt anstatt verzehrt hätte. Häufiger sind Erinnerungsstücke an die Ernte des Jahres 1817, mit der die Zeit der Not und des Hungers überwunden war.

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