Zeichenheft der Dorothea Frey

Zeichenheft der Dorothea Frey

Dorothea Frey, Basel, 1789
Bleistift- und Federzeichnungen,
zum Teil koloriert, auf Papier
Kartoneinband mit Marmorpapier beklebt
H. 22,8 cm, B. 27,5 cm, 36 Seiten
Inv. 1963.39.

Zeichenheft der Dorothea Jäcklin
Dorothea Jäcklin, Basel
8.2.1785 bis 1800
Bleistift- und Federzeichnungen,
zum Teil koloriert, auf Papier
Kartoneinband mit Marmorpapier
beklebt, Lederecken und -rücken
H. 16,8 cm, B. 21,2 cm, 70 Blatt
Inv. 1898.141.

Zeichenbuch des Daniel Burckhardt
Daniel Burckhardt, Basel, 1762
Silberstift-, Feder- und
Pinselzeichnungen, zum Teil koloriert,
auf Papier
Kartoneinband mit Blumenmotiven
als Modeldruck, Lederecken
H. 20,9 cm, B. 18,5 cm, 145 Blatt
Inv. 1987.698.

Bildauflösung:
3858px x 4409px

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Zeichnen will gelernt sein
Vom zehnjährigen Daniel Burckhardt (1752–1819), von der zwölfjährigen Dorothea Jäcklin und von der fünfzehnjährigen Dorothea Frey (1774–1834) besitzt das Historische Museum Basel je ein Zeichenheft, das die Mädchen auf der ersten Seite mit Zierinitialen signiert und datiert haben (DJ 1785 / DF 1789), der Junge ebenfalls zuvorderst mehrfach mit seinem Namen und dem Datum versehen hat (Daniel Bourcadi 1762).

Auf den 145 Blättern seines Skizzenbuches hat Daniel Burckhardt Motive zeichnerisch festgehalten, die er im Elternhaus oder bei Verwandten und Bekannten sah. Es sind nicht die Fantasiezeichnungen eines Kindes, sondern beobachtete Objekte oder Darstellungen, die er aufs Papier bringt: Figuren der Commedia dell’arte, Götter-, Heiligen-, Monats- oder Landschaftsbilder, Genre- Szenen, Tiere oder Blumen von Ofenkacheln, Gemälden oder Kupferstichen.

Während Daniel Burckhardt offenbar aus eigener Initiative Motive suchte und abzeichnete, folgen die Mädchen den Anweisungen einer Lehrperson und kopieren die in ihrem Skizzenbuch vorgezeichneten Sujets. Es werden wohl privat engagierte Lehrpersonen gewesen sein, da in Basel die 1763 gegründete Zeichnungsschule nur Namen von Knaben in ihren Schülerlisten aufweist.

Daniel Burckhardt behielt seine Affinität zur Kunst. Er betätigte sich später neben seinem Beruf als Seidenbandfabrikant auch weiterhin als Maler und Radierer und erweiterte die vom Vater geerbte Kunstsammlung. 1812 gehörte Daniel Burckhardt zu den Gründern der Basler Künstlergesellschaft.

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