Würfelpuzzle «Die Geschichte der Schweiz in Bildern»
Würfelpuzzle «Die Geschichte der Schweiz in Bildern» - 1

Würfelpuzzle «Die Geschichte der Schweiz in Bildern»

wohl Schweiz
erste Hälfte des 19. Jahrhunderts
Holz, Kreidelithographie auf Papier,
koloriert
H. 5 cm, B. 19,8 cm, T. 16,8 cm (Schachtel)
Inv. 1997.22.

Bildauflösung:
1822px x 1500px

CHF 40.00

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Schweizer Geschichte zum Zusammenlegen
Das Spiel besteht aus zwei Mal fünfzehn Klötzchen und zwölf Vorlageblättern (vier fehlen). Je nachdem, wie die Klötzchen gelegt werden, entstehen zwölf Bilder. Gezeigt werden, wie der Titel auf dem Holzkistchen ankündigt, Bilder aus der Schweizer Geschichte: Rütlischwur, Tells Apfelschuss, Schlacht von St. Jakob an der Birs etc. Einige Ereignisse, die im 19. Jahrhundert offenbar geläufig waren, kennt man heute nicht mehr, so die edle Tat der Freifrau von Rosenegg, die Amazonen von Zürich oder die Heldinnen von Schwyz 1798. Allen Szenen gemeinsam ist die grossmütige, heldenhafte und moralisch hochstehende Tat. Als bei der Belagerung Solothurns durch den Habsburger Herzog Leopold 1318 die provisorische Aarebrücke einstürzte und der Fluss die Belagerer in den Fluten mitriss, retteten die Solothurner ihre Feinde vor dem Ertrinkungstod.

Das Zusamensetzspiel will also nicht nur auf spielerische Art Schweizer Geschichte vermitteln, es will ganz besonders auch Werte wie Gemeinschaftssinn, Humanität und Toleranz fördern. Während des ganzen 19. Jahrhunderts arbeitete man daran, dem Schweizer Volk – in Ermangelung einer einheitlichen Sprache – nationales Geschichtsbewusstsein zu vermitteln. Nationales Denken und Fühlen sollten die nationale Einheit stärken.

Das Zusammensetzspiel mit den zwölf historischen Bildern ist ein Produkt des 19. Jahrhunderts. Ungewöhnlich ist allerdings, dass nicht Helden der Gewalt und der Kriege im Mittelpunkt stehen, sondern Vertreter der Friedfertigkeit, Toleranz und Humanität. Noch etwas fällt an diesem Spiel auf: die starke Präsenz der Frauen. Die Freifrau von Rosenegg, die ihren geliebten Ehemann auf dem Rücken trägt, erweichte die waffenstrotzenden Eidgenossen.

Eine andere Darstellung zeigt Schwyzerinnen, die 1798 zur Abwehr der Franzosen in Luzern erbeutete Kanonen nach Rothenthurm schleppten. Das Spiel ist sowohl dem Nationalismus des 19. Jahrhunderts als auch den Idealen der Aufklärung verpflichtet. Die Bezeichnung auf dem Deckel in Deutsch, Französisch und Englisch belegt, dass man diese Ideale über die Schweiz hinaus tragen wollte.

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