Weihwasserbecken von Johann Friedrich I. Brandmüller

Weihwasserbecken von Johann Friedrich I. Brandmüller

Basel, um 1700
Goldschmied: Johann Friedrich I. Brandmüller (1655 - 1732)
Silber, getrieben, ziseliert, punziert
H. 21,9 cm, B. 15 cm, T. 4,3 cm
Inv. 2011.403.

Bildauflösung:
3726px x 4448px

CHF 40.00

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Dieses Weihwasserbecken, das aus einer Freiburger Privatsammlung erworben werden konnte, diente dem Hausgebrauch. Dass im protestantischen Basel derartige Objekte hergestellt wurden, mag erstaunen. Johann Friedrich I. Brandmüller war als Goldschmied besonders auf reiche, ornamentale und bildliche Treibarbeiten spezialisiert. Sein barocker Stil hat den Zeitgeschmack und den repräsentativen Anspruch katholischer Auftraggeber genau getroffen. Zahlreiche Objekte aus seiner Werkstatt entstanden für katholische Kirchen in Nachbarkantonen bis hin nach Freiburg i.Ü. sowie für die private Andacht. Manche sind bis heute in Gebrauch. Von Basler Goldschmieden angefertigte Weihwasserbecken für den Hausgebrauch sind bis auf zwei Exemplare in Privatbesitz keine bekannt.
Im Zentrum der getriebenen Rückwand ist in einem ovalen Medaillon Maria mit dem Jesuskind dargestellt. Die bürgerlich gekleidete Jungfrau zieht das Kind dicht an sich heran. Jesus hält einen Rosenkranz. Über dem ovalen Blattwerkrahmen ist die Taube als Symbol des Heiligen Geistes dargestellt. Das ebenfalls mit Blattornament verzierte, kleine Weihwassergefäss mit Klappdeckel wurde separat gefertigt und angeschraubt.

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