Vorlageblätter zum Ausmalen

Vorlageblätter zum Ausmalen

um 1830/50
Lithographie auf Papier, aquarelliert
Kartonumschlag
16 Blätter in Umschlag
H. 17,1 cm, B. 10,4 cm
handschriftlicher Besitzervermerk
«Gottlieb Strahm»
Inv. 1953.4.

Aquarellkasten
erste Hälfte des 20. Jahrhunderts
Mahagoni- und Laubholz
Aquarellfarben
L. 24,8 cm, B. 10,1 cm
Inv. 1980.119.

«Colorir-Uebungen»
um 1850/60
Lithographie auf Papier, koloriert
Kartonumschlag
H. 11 cm, B. 15,7 cm
handschriftlicher Besitzervermerk
«Rudolf Bott»
Inv. 1985.383.

Bildauflösung:
3282px x 4190px

CHF 40.00

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Zum Ausmalen
Der Basler Ernst Witzig (1858–1944) berichtet in seinen Lebenserinnerungen, dass er zu seinem vierzehnten Geburtstag «ein Zeichenalbum nebst Vorlagen geschenkt erhielt, das ich nun in hellem Eifer mit Bleistiftstrich- und Tuschzeichnungen, aber auch mit farbigen Bildern sowohl nach Vorlage, als aus eigener Erfindung anfüllte.» Solche heute noch beliebten Vorlagen zum Ausmalen gab es auch separat zu erwerben, die «Colorir-Uebungen» etwa in der «Quincaillerie-, Spielwaaren-, Blumen- und Strohhuthandlung» von Eduard Schneider in der Spor(r)engasse 8, wie es aus einer im Heft eingeklebten Etikette hervorgeht.

Die Motive sind jeweils doppelt vorhanden, einmal bereits koloriert als Vorlage und ein weiteres Mal nur in den schwarzen Umrissen und Schraffierungen zum Ausmalen. Einige der Einzelblätter sind von Kinderhand mit Aquarellfarben koloriert worden, möglicherweise von jenem Gottlieb Strahm, dessen handschriftlicher Besitzervermerk sich auf dem blauen Umschlag findet.

Die Sujets könnten ABC-Büchern oder den Illustrationen von zeitgenössischen Bilderbüchern entstammen: Sie zeigen einzelne Tiere (Hirsch oder Schwan), kleine Genreszenen (Jäger auf der Pirsch oder am Dorfbrunnen) auch exotischer Herkunft (Chinesin in Sänfte). Zugleich haben sie gelegentlich eine eindeutige moralische Botschaft, wie die Darstellung eines Almosen gebenden Mädchens zeigt.

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