Trinkgefäss der Gesellschaft zum Greifen in Form eines schreitenden Greifen
Goldschmiedekunst

Trinkgefäss der Gesellschaft zum Greifen in Form eines schreitenden Greifen

Basel, 1606
Sebastian I. Schilling
Silber, gegossen und getrieben, ziseliert, vergoldet
H. 32 cm, Gew. 1498 g
Fassungsvermögen 0,42 l
Inv. 1895.139.
Depositum E.E. Gesellschaft zum Greifen

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CHF 40.00

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Bereits in "der Stadt Basel Regiment und Ordnung 1597" wird als alter Brauch beschrieben, dass die Drei Ehrengesellschaften Kleinbasels jährlich einen bewaffneten Umzug veranstalten und dabei jede Gesellschaft das sie verkörpernde Zeichen als lebende Maske an einer Kette mit sich führt: die Gesellschaft zum Rebhaus den Löwen, die Gesellschaft zur Hären den Wilden Mann und die Gesellschaft zum Greifen den Vogel Greif. Noch heute wird diesem Brauch am "Vogel Gryff-Tag" grösste Aufmerksamkeit zuteil. Auch die in Form der drei Gesellschaftszeichen nachgebildeten silbervergoldeten Trinkgefässe sind seit alters bis heute in das Tageszeremoniell beim "Gesellschaftsmähli" miteinbezogen. Der schreitende Greif, dem zur Wertvermehrung fünf Medaillons angehängt sind, ist nicht wie gewöhnlich ein Mischwesen nur zwischen einem Adler und einem Löwen, sondern er hat dazu noch, vielleicht angeregt durch den spätgotischen Kupferstich "der Greif" von Martin Schongauer, Pferdehufe und Hundeohren.

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