Tabakbeutel eines Studenten der Verbindung Schwizerhüsli
Staat und Recht

Tabakbeutel eines Studenten der Verbindung Schwizerhüsli

Herstellungsort unbekannt, 1921 datiert
Wolltuch in Grün und Schwarz. Laméegewebe mit Metalfäden ursprünglich goldfarben, Goldstickerei
H. 17 cm, B. 11,5 cm
Inv. 2014.327.

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Der Beutel trägt die Farben Grün, Gold und Schwarz der Basler Studentenverbindung Schwizerhüsli. Die Vorderseite zeigt den gestickten Zirkel der Studentenverbindung. Das Innere verrät einiges über die Geschichte des Beutels. Nur teilweise lesbar steht geschrieben: KIPPI s/l SCHBATZ zum ... NEUIAHR 1921 pg. 199/161". Der Schenker, selbst Mitglied der Studentenverbindung Schwizerhüsli und bestens vertraut mit deren Bräuchen, konnte die Geheimnisse und Anspielungen auflösen. Kippi war der Studentenname von Eduard Bienz (11.9.1898-5.1.1988), später Sekundarlehrer. Schbatz war der Studentenname von Gustav Adolf Guggenbühl (7. 8.1899-23.2.1977), später Farbenchemiker, Vater des Schenkers. Die Abkürzung s/l steht für "seinem Lieben". Die Abkürzung pg heisst aufgelöst Pagina (lateinisch), zu Deutsch "Seite". Die Zahlen beziehen sich wahrscheinlich auf zwei Lieder des Cantusprügels (Gesangbuch). Das eine Lied spielt auf schöne Frauen an, das andere auf Bier und Tabak. Bienz hatte den Beutel also seinem Freund Guggenbühl zum Neujahr 1921 geschenkt.

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